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Heimat- und Kulturverein will Gesundbrunnen fertig stellen

Wahle Heimat- und Kulturverein will Gesundbrunnen fertig stellen

Wahle. Ein Brunnen lockte im 17. Jahrhundert Pilger aus ganz Deutschland nach Wahle. Mit der Nachbildung des sogenannten Gesundbrunnens befasst sich der Heimat- und Kulturverein Wahle seit etwa zwölf Jahren. Nun soll das Projekt abgeschlossen werden.

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Am Gesundbrunnen in Wahle: Norbert Tegtbur (rechts) und Hans- Werner Meier. In diesem Jahr soll das Projekt abgeschlossen werden.

Quelle: im

Ein Kuh-Hirte hatte das Stück Land mit dem angeblich „heilkräftigen“ Wasser im Jahr 1618 entdeckt. Die „Wunderwirkung“ des moorigen und eisenvitrolhaltigen Brunnenwassers, das vor allem bei Hautkrankheiten, Geschwüren, Gicht und Lähmungserscheinungen geholfen haben soll, sprach sich schnell herum und auf der „Bröhnenwiese“, der Brunnenwiese - so lautet noch heute die Flurbezeichnung - wurden Hütten und Zelte für die Pilger aufgebaut. Doch durch die Wirren und Nöte des 30-jährigen Krieges kamen immer weniger Kranke nach Wahle, um sich von dem „Wunderwasser“ heilen zu lassen. Zudem „ließ die Wirkung des Wassers immer mehr nach“ - bis der Brunnen schließlich verlandete - so ist die Geschichte des Gesundbrunnens auf der Internetseite des Heimat- und Kulturvereins Wahle nachzulesen.

Heute befasst sich dieser mit der Nachbildung des Brunnens. „Ursprünglich war es mein Projekt“, schildert der Vereinsvorsitzende und Ortsheimatpfleger Norbert Tegtbur. Doch weil man gemeinsam bekanntlich mehr erreichen kann, gründete er 1996 den Verein.

„Geschichte muss zum Anfassen sein“, befindet Tegtbur und erklärt: „Wir wollen den Brunnen nachbilden, soweit es nachvollziehbar ist.“ Anhaltspunkte bieten dabei die Aufzeichnungen des Wahler Pfarrers Johann Michaelis aus den Jahren 1618 und 1619, die Nachforschungen von Dr. Wilhelm Bornstedt, sowie die von Norbert Tegtburs Vater, der ebenfalls Ortsheimatpfleger in Wahle war.

„Einen Erdfall, wie 1618 gab es bei uns natürlich nicht - wir mussten schon bohren“, sagt Tegtbur mit einem Lachen. Ob das Wasser heute noch „Wunderkräfte“ besitzt? „Vielleicht sollten wir es noch einmal untersuchen lassen“, meint der Ortsheimatpfleger mit einem Schmunzeln.

Allerdings steht der Verein gerade vor einem ernsthafteren Problem: Um Utensilien wie Eichenfässer und Schöpfwerkzeug für den Brunnen zu beschaffen und einen Zaun darum zu ziehen, müssen Spenden gesammelt werden. Und dabei setzt der Vorsitzende auf das Maibaumfest. „Ich denke schon, dass ein Gros Ende des Jahres fertig ist“, meint er. Insgesamt sind dann etwa 35000 Euro in den Brunnen geflossen.

web

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