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Hat Lengeder Ausländer eingeschleust?

Lengede Hat Lengeder Ausländer eingeschleust?

Peine/Lengede. „Einschleusen von Ausländern“ lautete der Tatvorwurf vor dem Amtsgericht Peine gegen ein Ehepaar (45 und 48 Jahre alt) aus Lengede.

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Das Amtsgericht in Peine.

Quelle: A

12.000 Euro sollen der Kommissionierer und seine Frau - beide stammen ebenfalls aus Aserbaidschan - dafür kassiert haben, dass sie Ende 2012 eine vierköpfige Familie mittels eines gefälschten Visums über Österreich nach Deutschland gelotst hatten und ihnen einen Aufenthaltsstatus verschaffen wollten. Der Strafrichter setzte das Verfahren jedoch zunächst aus, weil weitere Beweismittel beschafft werden müssen; ein Fortsetzungstermin ist noch nicht bekannt.

Laut Anklageschrift beherbergte das Ehepaar, das selber zwei Kinder hat, die Familie zunächst in ihrer eigenen Wohnung, bis sie diese Mitte Januar 2013 zur zentralen Ausländer-Aufnahmestelle in Braunschweig brachte. Wohl wissend, dass sie auf legalem Weg keine Aufenthaltsgenehmigung erhalten würden, hatte das Ehepaar ihnen eingetrichtert, welche Angaben sie zu machen hätten, um möglichst erfolgreich einen Aufnahmeantrag stellen zu können.

„Das war alles falsch“, kommentierte der Angeklagte die Tatvorwürfe. Seinen Angaben und denen seiner mitangeklagten Frau zufolge sei eine Cou­si­ne mit ihrer Familie angereist, die in Deutschland lediglich Ausschau nach einem Auto halten und mit diesem zurück in die Heimat fahren wollte. Goldschmuck, Geld, mehrere Laptops, Videokameras sowie weiteres persönliches Eigentum der Landsleute wurde bei einer polizeilichen Hausdurchsuchung in Schränken der Angeklagten entdeckt, darunter auch sämtliche Familienpapiere und Ausbildungsnachweise der Ausreisewilligen, wie ein Mitarbeiter der Bundespolizei als Zeuge berichtete.

Der Verteidiger des Ehepaars, ein Fachanwalt für Ausländerrecht aus Nordrhein-Westfalen, bestand auf der Aussage der Geschädigten, die in ihr Heimatland zurückgekehrt und mittlerweile geschieden sind. Zur nächsten Verhandlung sollen die Aussagen des Ehepaars über Amtshilfe aus Baku eingeholt und die Visa vom österreichischen Zoll auf Echtheit überprüft worden sein.

hui

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