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Hans-Holger Meier lässt Scheiben fliegen

Lengede Hans-Holger Meier lässt Scheiben fliegen

Lengede. Als der Lengeder Hans-Holger Meier erstmals die schwirrenden Disc-Golf-Scheiben vor knapp vier Jahren am Peiner Heywoodpark bemerkte, war sein Ehrgeiz geweckt. „Lass mich auch mal“, sprach er seinen Bekannten an, der dort den flachen Scheiben aus dem Handgelenk das Fliegen beibrachte. Jetzt ist er Niedersachsen-Meister.

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„Natürlich konnte ich das erst gar nicht“, erzählt der inzwischen zum Niedersachsen-Meister seiner Klasse avancierte passionierte Disc-Golfer. In einem Vechelder Fachgeschäft stattete er sich vor dreieinhalb Jahren mit seinen ersten „Anfängerscheiben“ aus, die „nicht so weit fliegen“. „Nicht so weit“ sind für Meier etwa 50 bis 60 Meter, inzwischen schickt er seine flachen Sportgeräte doppelt so weit.

Disc-Golf wurde vor etwa 40 Jahren in den USA entwickelt und seit den 1980er-Jahren auch bei uns zunehmend bekannt wurde. Ein Kurs von meist 18 Bahnen ist mit möglichst wenigen Würfen zu absolvieren, indem der Spieler aus einer festgelegten Abwurfzone heraus die Scheibe in Richtung eines Metall-Fangkorbes aus Metall wirft. Das Reglement orientiert sich an denen des Golfs.

Für den 64-jährigen ehemaligen „Elektroofen-Fahrer“ im Peiner Stahlwerk kam der „Riesenspaß“ am Disc-Golf, „als ich merkte, dass ich immer weiterkomme“. Zuerst traf er auf der Wurfanlage am Heywoodpark auf vier Gleichgesinnte, inzwischen hat sich die Zahl seiner Mitwerfer verdoppelt. „Anders als beim Golf passt sich meine Sportart dem Gelände an“, erklärt der ambitionierte Spieler, der am 11. Oktober in Ilsede seinen Niedersachsen-Meistertitel erwarb (PAZ berichtete) und inzwischen auch bei Turnieren beispielsweise in Dortmund, Helmstedt oder Dassel am Start ist.

Dass es sich beim Disc-Golf um eine Sommer-Sportart handelt, weist Meier entrüstet zurück. „Ich habe bereits bei Minusgraden und schneebedecktem Boden gespielt“, erzählt er und preist nicht nur diese „spannende und kommunikative Sportart“, sondern auch die positive Wirkung der vielen Stunden in frischer Luft auf die Gesundheit.

Schließlich sei man auf den 18 Bahnen zwischen 40 und 250 Metern nicht nur gut zu Fuß unterwegs sondern müsse dabei schließlich auch in der naturbelassenen Umgebung seine kurzfristig womöglich verschütt gegangene Scheibe in Büschen, auf Bäumen oder sogar „irgendwo im Wasser“ wieder finden, um von dieser Stelle dann das Spiel fortzusetzen. Und obwohl Disc-Golf keine Mannschaftssportart ist, „fühlen wir uns alle als eine große Familie“.

Für Meiers Mobilität sorgt inzwischen ein Getränkevertrieb als Sponsor, der ihm seinen auffälligen dreirädrigen Lieferwagen mit Firmenaufdruck zur Verfügung gestellt hat. „Meine Ehefrau ist noch berufstätig“, sagt Meier und zwinkert, die brauche das „richtige Auto“ noch täglich.

Wenn Meier nicht Scheiben wirft, kümmert er sich um den Haushalt, kocht, pflegt den Garten, hält die Rasenkanten in Schach, rackert sich viermal in der Woche im Fitness-Studio ab und begleitet mit dem Fahrrad mehrmals täglich seinen Hund beim Ausgang.

Mit seinen Scheiben trainiert er mittwochs auf dem Sportplatz. „Und manchmal helfe ich auch noch beim Kiosk um die Ecke aus“, fügt er hinzu. Möglich mache ihm das ein genau strukturierter Alltag, erklärt der Ruheständler. Sein gestählter und idealgewichtiger Körper erspare ihm Arztbesuche und „jetzt mache ich endlich, was mir Spaß macht“.

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