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Haft für niederländischen Drogenkurier

Wendeburg Haft für niederländischen Drogenkurier

Braunschweig/Wendeburg. Zu einer Haftstrafe von drei Jahren und vier Monaten verurteile die Strafkammer des Landgerichts Braunschweig einen Niederländer (52).

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Landgericht Braunschweig.

Quelle: A

Vechelde. Er wurde mit einem halben Kilo Kokain auf der A2 in Höhe der Raststätte Zweidorfer Holz von der Polizei aufgegriffen (PAZ berichtete).

Bis zum Schluss beteuerte der Angeklagte, dass er nicht wisse, wie die Drogen mit einem Straßenverkaufswert von rund 25 000 Euro in sein Fahrzeug gekommen waren. Der Anwalt des Angeklagten forderte in seinem Plädoyer einen Freispruch. Die Staatsanwaltschaft hingegen eine Haftstrafe von vier Jahren.

In der Verhandlung gab der Niederländer an, sein Fahrzeug am Tag der Fahrt nach Braunschweig erst aus einer Werkstatt abgeholt zu haben. Dort traf er einen Bekannten afghanischer Abstammung, der ihn fragte, ob er eine Vertrauensfahrt nach Braunschweig unternimmt. Der Angeklagte, dem dieser Job gelegen kam, nahm den Auftrag an und fuhr sofort los. Später vermutete er, dass die Drogen bereits in der Werkstatt den Weg in sein Fahrzeug gefunden haben könnten. Unterwegs hatte der Angeklagte zwei Tramper mitgenommen, von denen er ebenfalls vermutete, sie könnten ihm die Drogen untergeschoben haben. Vor Gericht aber konnten die Anhalter glaubhaft versichern, nichts damit zu tun zu haben. Weiter hieß es in der Urteilsbegründung, dass der Angeklagte ein Jahr zuvor schon einmal als Drogenkurier erwischt und verurteilt worden war.

Damals waren Drogen in geringer Menge unter dem Beifahrersitz gefunden worden, ebenso wie es jetzt der Fall war. Die Richterin sagte: „Wahrscheinlich haben Sie gedacht, es ist ja schon mal glimpflich ausgegangen und wird jetzt auch klappen.“ Die Vermutung, dass der Vorbesitzer die Drogen vergessen haben könnte, ließ das Gericht ebenfalls nicht gelten. „Bei Drogen in einer so hohen Reinheit und mit dem hohen Wert ist dies eher unwahrscheinlich“, hieß es.

Verurteilt wurde der Niederländer wegen unerlaubter Einfuhr von Betäubungsmitteln und Beihilfe zum verbotenen Handel damit. In der Anklage wurde noch von einem schweren Fall des Handels ausgegangen, was die Richter anders sahen, da nicht deutlich wurde, dass der Angeklagte auch die Absicht hatte, die Drogen hier in Deutschland zu verkaufen. Neben der Haftstrafe, wird auch das Auto als sogenannte „Nebenstrafe“ eingezogen. Dabei handelt es sich nämlich um einen zum Drogenkurier-Fahrzeug umgebauten Mercedes, bei dem die Polizei Verstecke im Motorraum sowie unter dem Fahrzeug fand.

bol

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