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Gymnasium ist beliebsteste Schulform

Vechelde Gymnasium ist beliebsteste Schulform

Vechelde. In der Schullandschaft hat sich in den vergangenen Jahren viel verändert. Welche Schulformen, Inhalte und pädagogischen Ansätze es aktuell im Landkreis Peine gibt, greift die PAZ in dieser Serie auf.

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Das Julius-Spiegelberg-Gymnasium in Vechelde.

Quelle: oh

Nur die Besten gehen auf das Gymnasium. Nur wer dort besteht, hat später eine Chance auf eine akademische Laufbahn – so ist noch immer die weit verbreitete Meinung von vielen Schülern und Eltern. Doch Jürgen Tüpker, Schulleiter des Julius-Spiegelberg-Gymnasiums (JSG) in Vechelde, betont: „Wir sieben nicht die Elite aus.“

Die Schulform Gymnasium habe sich in den letzten 20 Jahren stark verändert. „Heute kommen die Schüler mit den unterschiedlichsten Voraussetzungen und Vorstellung zu uns“, sagt Tüpker. Sei früher etwa 20 Prozent der Gesamtschülerschaft weiterführender Schulen auf das Gymnasium gegangen, würde diese Schulform heute von rund 45 Prozent eines Jahrgangs gewählt werden. „Das Gymnasium ist die beliebteste Schulform“, so Tüpker. „Das wissen wir nicht erst seit der Eltern-Umfrage durch den Landkreis.“

Der Wunsch nach dem Abitur sei groß – wenngleich dieser heute nicht mehr ausschließlich mit dem Ziel, anschließend ein Studium aufzunehmen, verbunden sei. „Hauptaufgabe eines Gymnasiums ist es dennoch, eine Studienfähigkeit herzustellen“, erklärt Tüpker. „Wir bereiten die Schüler so vor, dass sie erfolgreich durch ein Studium kommen, wir stellen die Wissenschaftlichkeit her.“

Seit dem Wegfall der früheren Orientierungsstufe (eine in Niedersachsen bis 2004 eigene Schulform für die fünfte und sechste Klasse), haben an Gymnasien verschiedene Förder- und Eingangskonzepte einen zentralen Stellenwert eingenommen. „Es hat sich viel verlagert“, sagt Kornelia Mensendiek, Koordinatorin der Sekundarstufe I am JSG. „Mit dem Übergang von der Grundschule zum Gymnasium ändert sich für die Kinder sehr viel. In der fünften Klasse geht es deshalb vor allem um das Ankommen.“ Gezielte Beratungs- und Unterstützungsangebote, Einführungstage und das Methodenkonzept liegen im Fokus. „Zum Lernen gehört mehr als die Vermittlung von Fachwissen“, so Mensendiek. „Unser Anliegen ist es, die Selbstständigkeit unserer Schüler zu fördern und sie dabei zu begleiten, eigenständig und verantwortungsbewusst zu lernen – mit unterschiedlichen Methoden und Medien.“

Doch nicht nur „fördern“, auch „fordern“ ist ein wichtiges Stichwort am Gymnasium. „Unsere Schüler wollen auch gefordert werden, viele Kinder wollen mehr“, erklärt Mensendiek. Ob Forschungsprojekte, Musikkurse, Sportprogramme oder Kunstprojekte – Ganztagsangebote und Begabtenförderung spielen eine große Rolle. „Wir bieten die gesamte Bandbreite, bedienen aber auch Nischen und Ecken, um individuell zu fördern – auch, wenn einmal nur ein einzelner Schüler daran Interesse hat. Das ist typisch für ein Gymnasium.“

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