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Grüne sagen Nein zu weiteren Baugebieten

Vechelde Grüne sagen Nein zu weiteren Baugebieten

Vechelde. Anlässlich des ersten Spatenstichs für das Neubaugebiet „Am Windmühlenberg“ in der Ortschaft Vechelde wurde über weitere 400 beziehungsweise 500 Bauinteressierte berichtet und die Ausweisung neuer Baugebiete in der Gemeinde angekündigt. Die Gemeinderatsfraktion der Grünen sieht die Entwicklung allerdings nicht uneingeschränkt positiv und wirft den Verantwortlichen planloses Handeln vor.

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In Bezug auf die Planung von Baugebieten machen die Grünen der Gemeinde Vechelde heftige Vorwürfe.

Quelle: Archiv

Die Grünen sehen natürlich auch die positiven Aspekte im Wachstum und der Ansiedlung meist jüngerer Familien. Krippen, Kitas und Schulen bleiben bestehen, Steuereinnahmen füllen die Kassen der Gemeinde, das ist gut für die Infrastruktur. „Manch eine Gemeinde würde sich über diese Zukunftsaussichten freuen“, räumt die Fraktionsvorsitzende Doris Meyermann ein.

Dennoch sehen die Grünen die Entwicklung auch kritisch. Bernd Hoffmann, Mitglied im Umwelt- und Planungsausschuss: „Wir vermissen seit langem ein Gesamtkonzept, das auch die längerfristigen Auswirkungen beurteilt.“ Fragen müsse man sich unter anderem: Reichen bei dem weiteren Bauboom alle Einrichtungen tatsächlich aus? Wie wirkt sich der zunehmende Autoverkehr aus? Wie sieht Vechelde in zehn, 20, 30 Jahren aus, wenn die Familien in anderen Lebensabschnitten weilen? Wie wirken sich die Neubaugebiete auf die alten Dorfkerne aus? Wo bleibt Platz für Naherholung und Natur? Wo ist ausreichend Platz für Ausgleichsmaßnahmen? Wie könne man sozialen Wohnungsbau voranbringen?

„Wir schlagen eine professionell begleitete Zukunftswerkstatt oder ähnliche Prozesse mit Beteiligung interessierter Vechelder vor, denn die Baunachfrage und die Interessen von Investoren dürfen nicht weiter die einzige Richtschnur sein“, so Hoffmann.

Die Intransparenz der Vechelder Verwaltung sei den Grünen ein weiterer Dorn im Auge. Öffentliche Sitzungen fänden selten statt, und Ausarbeitungen von Architektur-Studenten zum Beispiel würden nur im kleinen Verwaltungskreis vorgestellt mit anschließendem Pressebericht ausgewählter Ergebnisse, monieren die Grünen. Die Bevölkerung und die Ratsgremien würden in Entscheidungen nur im gesetzlich vorgeschriebenen Umfang eingebunden, Einwendungen gegen Neubauvorhaben verlässlich „weggewogen“.

„Sicher kann nicht jede Betroffenheitsklage maßgeblich sein für Entwicklungen. Es entsteht allerdings seit Langem der Eindruck, dass die Vorstellungen und Wünsche der Einwohner überhaupt keine Beachtung im Rathaus finden. Das kann doch nicht sein“, kritisiert Doris Meyermann abschließend.

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