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Grabplatte erinnert an Herzog Ferdinand

Vechelde Grabplatte erinnert an Herzog Ferdinand

Vechelde. Rosenbeete in voller Blüte, neue Lindenbäume und nun auch eine Grabplatte für Herzog Ferdinand: In neuem Glanz erstrahlt der Schlosspark in Vechelde, der am Sonntag, 29. Juni, offiziell eröffnet wird.

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Zeigen die neue Grabplatte im Vechelder Schlosspark, die an Herzog Ferdinand erinnert: Kai-Uwe Grahmann (v.l.), Ortsheimatpfleger Heinz Werner und Vecheldes Bürgermeister Hartmut Marotz.

Quelle: mir

Herzog Ferdinand zu Braunschweig und Lüneburg (1721 bis 1792) übernahm das heute nicht mehr erhaltene Vechelder Schloss als Sommerquartier im Jahr 1767, nachdem Herzogin Elisabeth Marie Sophie, eine dänische Prinzessin, die im Vechelder Schloss ihren Witwensitz bezogen hatte, aufgrund ihrer Haushaltsführung bankrott gegangen war. Nach seinem Tod war Ferdinand, Feldmarschall Friedrichs des Großen, zunächst im Vechelder Schlosspark beigesetzt worden, später wurde sein Sarg in die Krypta des Braunschweig Doms St. Blasii überführt.

„In den 1970er-Jahren wurde im Schlosspark ein Lindenrondell um die Grablegestelle gepflanzt“, berichtet Vecheldes Bürgermeister Hartmut Marotz.

Als sich nun die Verwaltung nach den Erkenntnissen des Landschaftsarchitekten Kai-Uwe Grahmann im Zuge der Umgestaltung des Parks (siehe rechter Textkasten) erneut mit dem Gelände beschäftigte, ging man auch der Frage nach, wo die Grablege Ferdinands tatsächlich war. Dabei habe Grahmann wenige Mauerreste gefunden, die auf die Grabstelle hindeuten.

Nun wurde an eben dieser Fundstelle eine Grabplatte gelegt, die an die Grabstätte Ferdinands erinnert. Umgeben ist sie von einem neu gepflanzten Oval aus Lindenbäumchen.

Besonders Vecheldes Ortsheimatpfleger Heinz Werner hat sich mit der Frage der Grablege Herzog Ferdinands beschäftigt (PAZ berichtete). So hat er etwa herausgefunden, dass es nach dem Tod Ferdinands am 3. Juli 1792 in Braunschweig noch 25 Tage gedauert hatte, bis der Leichnam nach Vechelde überführt wurde. „Die Grabstätte war noch nicht fertig“, berichtet Werner. Erst am 28. Juli sei er nach Vechelde gebracht und dort zur Nachtzeit beerdigt worden. Der Bauherr der Grabstätte habe versichert, es würde kein Wasser eindringen, so der Ortsheimatpfleger. Doch genau dies geschah, sodass Ferdinand nur anderthalb Jahre im Schlosspark ruhte, bevor er nach Braunschweig umgebettet wurde.

mir

Programm zur Schlosspark-Eröffnung

Vechelde. Zur Eröffnung des Schlossparks Vechelde am Sonntag, 29. Juni, gibt es ein besonderes Programm: Den Auftakt bildet um 15 Uhr der Auftritt des Blechbläserensembles des Staatsorchesters Braunschweig, das – passend zum umgestalteten Schlosspark – Barockmusik spielt. Anschließend begrüßt Vecheldes Bürgermeister Hartmut Marotz die Gäste, bevor Klaus-Peter Bachmann, Vizepräsident des Niedersächsischen Landtags, ein Grußwort hält. Danach spielt wieder das Blechbläserensemble.

Um 15.45 Uhr hält Diplom-Ingenieur Kai-Uwe Grahmann einen Vortrag zum Vechelder Schlosspark. Und von 16.20Uhr an gibt es etwa zwei Stunden lang Swing, Dixie und Blues mit dem bekannten Brägenwoost Bratters Orchestra.

Die Gemeinde Vechelde hat den Schlosspark nach historischen Plänen zum Barock-Park umgestaltet. Die bisherige Gestaltung war Ende der 1970er-Jahre im Zuge der Herrichtung des ehemaligen Amtsgerichtsgebäudes zum heutigen Bürgerzentrum vorgenommen worden und erfolgte mangels genauer historischer Unterlagen nur in grober Anlehnung an den historischen Park. Nachdem weitere historische Planunterlagen und Aufzeichnungen ermittelt werden konnten, wurde mit einem Zuschuss des Landes Niedersachsen die Chance genutzt, weitere Details im Park historisch passend herzustellen.

Ziel war es, für die Bürger als Nutzer des Parks den Eindruck eines barocken Schlossparks erlebbar zu machen und neue Nutzungsmöglichkeiten durch weitere Wegeanbindungen zu schaffen.

mir

Info

Statue von Unbekannten beschädigt

Die Statue „Saturn entführt Kybele“ im Vechelder Schlosspark ist beschädigt worden. Unbekannte brachen an der Figurengruppe einen Fuß ab. „Für Hinweise, die zur Überführung der Täter führen, hat die Gemeinde Vechelde eine Belohnung von 3000 Euro ausgesetzt“, sagt der Vechelder Bürgermeister. Zur Parkeröffnung wird die Statue wieder freigestellt, nach dem Tag der Braunschweigischen Landschaft, der am 27. Juli in Vechelde stattfindet, wird die Skulptur überarbeitet.

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