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Gleichstellungsbeauftragtegeht in den Ruhestand

Vechelde Gleichstellungsbeauftragtegeht in den Ruhestand

Vechelde. Wenn Helga Abel auf die zurückliegenden 17 Jahre blickt, ist sie zufrieden mit dem, was sie als nebenamtliche Gleichstellungsbeauftragte in der Gemeinde Vechelde erreicht hat.

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Geht in den Ruhestand: Helga Abel.

Quelle: rb

Sie hat sich für den Ausbau der Kinderbetreuung engagiert und um Betreuungsgruppen vor und nach der Schule gekämpft - damit Eltern berufstätig bleiben können. Vielleicht auch deshalb, weil sie selbst diese Erfahrungen machen musste: Mit drei Kindern in einer Führungsposition in einem Textilunternehmen - „das ging nicht, ich konnte nicht mehr arbeiten“, blickt Helga Abel zurück. Elternzeit gab es damals nicht.

Als die Kinder größer waren, begann sie ein Studium - Soziologie, Arbeitswissenschaft und Pädagogik - in Braunschweig. Danach bewarb sie sich - damals noch als Frauenbeauftragte - bei der Gemeinde Vechelde, der Rat stimmte zu. Zuvor hatte sie bereits eine Lehre als Näherin sowie eine Textil-Techniker-Ausbildung absolviert.

Früher saßen in allen Führungspositionen Männer

Einige Projekte, etwa zur Berufsorientierung, stemmte Abel gemeinsam mit den Schulen. Auch innerhalb der Gemeindeverwaltung konnte sie einiges erreichen: „Als ich angefangen habe, saßen auf allen Führungspositionen Männer, jetzt sind fast überall Frauen vertreten“, sagt Abel, die in Braunschweig wohnt.

Bedauerlich findet sie es, dass es kaum noch hauptamtliche Gleichstellungsbeauftragte im Landkreis Peine gibt. „Als ehrenamtliche Gleichstellungsbeauftragte mit 200 Euro im Monat kann man nicht viel bewirken und ist auch nicht glaubwürdig“, sagt sie.

Ihre eigene Stelle habe sie anfangs halbtags mit 19,5 Stunden angetreten, nach sechs Jahren seien es nach einem Ratsbeschluss nur noch zehn Stunden gewesen. „Und ich habe viele andere Aufgaben dazu bekommen.“ Wie es mit dem Amt weitergeht, weiß sie nicht: „Ich wäre froh, wenn es über zehn Stunden weitergeht, Herr Marotz hat es zugesichert.“

Es ist noch lange nicht alles optimal für Frauen

Ihren letzten Tag in der Gemeinde hat Helga Abel am 29. April. Doch in Sachen Gleichstellung gebe es nach wie vor viel zu tun: Etwa bei der ungleichen Bezahlung von Männern und Frauen und den Zeitverträgen, die Frauen häufig erhielten, „weil sie als potentielle Mütter gesehen werden“, sagt Abel. „Es ist noch lange nicht alles optimal für Frauen mit Familienwunsch - und die Männer sind noch nicht bereit, zu Hause zu bleiben.“

web

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