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Gemeinde Lengede: Baulandpolitik stößt auf Kritik

Vorwurf: Neubaugebiete zu rasch erschlossen Gemeinde Lengede: Baulandpolitik stößt auf Kritik

Mit Kritik an der Baulandpolitik der Gemeinde Lengede haben sich jetzt CDU/FDP-Fraktionschef Michael Kramer und das Ratsmitglied der Grünen, Dr. Bernd Hauck, an die Öffentlichkeit gewandt.

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Die Baulandpolitik in der Gemeinde Lengede ist in die Kritik geraten. Hier entstehen Mehrfamilienhäuser.

Lengede. „Die Ausweisung von neuen Baugebieten passiert zu schnell“, findet Kramer, „keine Frage, dass ein Dorf wachsen muss, aber so kommt keiner mehr hinterher.“ „Früher wurde jedes Jahr ein Neubaugebiet ausgewiesen, heute bekommt beinahe jedes Dorf alljährlich eins“, kritisiert Kramer, „wir sollten nicht zur Schlafstadt von Salzgitter werden.“ Auch Hauck kritisiert das Verhalten: „Wie viele Baugebiete soll sich die Gemeinde denn noch leisten?“, fragt sich der Politiker, „das Problem ist, dass die Infrastruktur dabei ja mitwachsen muss - und das ist mit weiteren Investitionen verbunden.“

Generell sind sich Kramer und Hauck allerdings einig, dass Zuwachs wichtig sei. „Man kann jedoch nicht mehr von einem organischen Wachsen sprechen“, so Hauck, der dazu anregen möchte, dass sich die Gemeinde ein einheitliches Konzept für die Ausweisung von Bauland überlegt. „Wir sollten uns überlegen, wie wir uns als Gemeinde in den nächsten 15 Jahren entwickeln wollen.“ Hier hakt auch AfD-Mitglied Stefan Michel ein, der sagt, dass „bedauerlicherweise ein Gesamtkonzept auf der Strecke bleibt“.

Gänzlich anderer Meinung ist die SPD-Fraktion um Wolfgang Werner. „Lengede hat in den letzten Jahren durch sozialdemokratische Baulandpolitik entgegen dem allgemeinen Trend in ländlichen Gebieten Niedersachsens deutlich an Einwohnern zugenommen.“ Werner weiter: „Dies hat zur Folge, dass wir dem demografischen Wandel erfolgreich entgegenwirken. Durch die neuen Bauplätze haben wir auch zur Sicherung und Erhaltung der örtlichen Grundschulen beigetragen.“

„In den letzten zehn Jahren wurden in der Gemeinde 244 Einfamilienhaus-Grundstücke erschlossen, das sind 24 Häuser pro Jahr“, weist Bürgermeisterin Maren Wegener (SPD) den Vorwurf von sich. Zum Vorwurf der Konzeptlosigkeit verweisen Werner und Wegener auf den Flächennutzungsplan, der „die langfristige Entwicklung regelt.“

Ein weiterer Kritikpunkt Haucks ist der nicht gedeckte Bedarf an Mietwohnungen, denn „Baugebiete ersetzen keinen Mietwohnungsbau“. Dabei sieht Werner eine Chance für die dörfliche Entwicklung und Wegener erklärt, dass sich bereits interessierte Investoren an die Gemeinde gewendet hätten. Außerdem verweist sie auf die entstehenden Mehrfamilienhäuser in Lengede und Broistedt.

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