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„Fürstlicher“ Falter mit „Giftspritze“

Wendeburg „Fürstlicher“ Falter mit „Giftspritze“

Wendeburg. Wer Schmetterlinge züchten will, braucht viel Geduld - wer wüsste das besser als Horst-Günter Meier. Der Wendeburger begeistert sich für die flatterhaften Exemplare der Tierwelt und hat es sich zum Ziel gesetzt, so viele heimische Arten wie möglich auf seinem Grundstück auszusetzen.

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Bilder links: Falter und Raupe des Hermelinspinners. Rechts: Falter und Raupe des Großen Nachtpfauenauges.

Quelle: oh, mir

Jüngste Neuzuwächse sind der Hermelinspinner und das Große Nachtpfauenauge. Auf den im Stil einstiger Fürsten bepelzten Nachtfalter - daher der Name Hermelinspinner - hat Meier zwei Jahre warten müssen: „So lange hat es gedauert, bis er geschlüpft ist.“

Neben seinem „adeligen“ Aussehen hat der Hermelinspinner, auch Weißer Gabelschwanz genannt, noch eine Besonderheit: Als Raupe kann er eine sogenannte „Schreckstellung“ einnehmen und dem Fressfeind aus dieser Position Ameisensäure ins Gesicht spritzen, erklärt der Fachmann.

Der Hermelinspinner ist ein heimischer Nachtfalter, wenn auch nicht ganz so häufig zu beobachten. „Zuletzt ist er 2013 im Landkreis Gifhorn verbrieft“, weiß Meier zu berichten.

Überhaupt ist das „Beobachten“ von Nachtfaltern eine schwierige Angelegenheit: „Die meisten werden erst nach 24 Uhr aktiv“, erklärt der Wendeburger. Somit benötigt man Lichtfallen, um die Falter anzulocken. Auch Meier will einige davon aufstellen.

Aber auch „exotischere“ Exemplare züchtet der Wendeburger: Etwa das imposante Große Nachtpfauenauge, auch Wiener Nachtpfauenauge genannt. Der Nachtfalter zählt zu den größten mitteleuropäischen Schmetterlingen und kommt in Südeuropa sowie Nordafrika vor. Die Raupe ernähre sich von Schlehe, erklärt Meier. Typisch für ihr Aussehen sind die hellblauen Warzen.

Viel Wert legt Meier bei der Zucht auf natürliche Lebensbedingungen - so bleiben die Tiere selbst bei Frost draußen im Gartenhaus. „Sehr wichtig ist auch das Sauberhalten der Behälter“, erklärt Meier. Die Raupen bekommen jeden Tag frisches Futter, um Schimmelbildung und Krankheiten zu verhindern.

 mir

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