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Fürstenauer Glocke läutet wieder

Fürstenau Fürstenauer Glocke läutet wieder

Fürstenau. Glockengeläut in Fürstenau gab es lange nicht. Seit Sonntag aber erklingt es wieder zu Gottesdiensten und Trauerfeiern. Mit einem Festgottesdienst in der Fürstenauer Kapelle wurde die Glocke, die nun dank 3000 Euro an Spenden und Kollekten über einen Motor verfügt, im Beisein von Pfarrer Maic Zielke, dem Kirchenvorstand und Sponsoren in Dienst genommen.

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Freuen sich über die motorisierte Glocke an der Fürstenauer Kapelle: Pfarrer Maic Zielke und der Kirchenvorstand.

Quelle: rb

Die Fürstenauer Glocke hat eine lange Geschichte: „Der Vechelder Heimatpfleger Heinz Werner hat sich bei einem Karlsruher Glockenbauer erkundigt, der anhand einer Fotografie herausgefunden hat, dass sie 1636 in Frankreich gegossen wurde“, erzählt Fürstenaus Ortsvorsteherin Marieluise Dambroth. Dies ließ sich aufgrund der Inschrift „MAT Fondu 1636 MR“ eruieren. Möglicherweise handele es sich um eine Beuteglocke aus dem Dreißigjährigen Krieg, die in einem der späteren Kriege nach Deutschland kam.

„Im Zweiten Weltkrieg diente die Glocke im Reichsarbeitsdienstlager in Vechelade als Signalglocke“, berichtet Dambroth. Nach Kriegsende gelangte sie auf ungewöhnlichem Weg nach Fürstenau: „Der Sägewerksbesitzer Christian Brandes hat sie mit einem Handwagen nach Fürstenau geholt“, so die Ortsvorsteherin, „um sie an der Außenwand seines Wohnhauses anzubringen.“ Geläutet wurde die Glocke dann von seiner Tochter - „wenn er zum Essen oder ans Telefon kommen sollte“, sagt Dambroth.

Später kaufte ihm der Revierförster Karl Sündekum die Glocke für 50 D-Mark ab und stiftete sie der Kirche. Ob sie dort bereits bei der Erbauung der Fürstenauer Friedhofskapelle im Jahr 1971 läutete oder erst später in Dienst genommen wurde, ist unklar. Fest steht jedoch: Sie wurde per Hand geläutet. „Aber das gab innerhalb der Kapelle immer ein dumpfes Geräusch. Man zuckte regelrecht zusammen, wenn das Läutwerk schlug“, erinnert sich die Ortsvorsteherin. Die Glocke wurde fortan nicht mehr geläutet.

Mit dem neuen mechanischen Läutwerk ist nun das dumpfe Vibrieren verschwunden: „Die Glocke hat nun einen angenehmen Klang.“

web

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