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Frust-Backen, Männer und andere Probleme im "teatr dach"

Meerdorf Frust-Backen, Männer und andere Probleme im "teatr dach"

Meerdorf. „FrühReif - das Abenteuer Frau“ ein Titel, der vieldeutiger kaum sein könnte: In ihrem Programm brachte die Münchener Kabarettistin Angelika Beier am Mittwochabend das Thema Älterwerden auf die Bühne des Meerdorfer „teatr dach“ und bediente sich dabei einer Mischung aus Witz und dem weiblichen Charme ihrer Charaktere, die die Lachmuskeln deutlich strapazierte.

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Kabarettistin Angelika Beier setzte sich auf humorvolle Weise mit dem Thema Älterwerden auseinander.

Quelle: cb

Die Frauen, die Beier auf der Bühne zu Wort kommen ließ, haben alle ein kleines Problem: der Umgang mit dem eigenen Älterwerden. Dass das nicht ganz problemlos geht, war auf dem restlos gefüllten Dachboden der Kleinkunstbühne jedem klar. Ob es nun das Lesen von Kleingedrucktem im Supermarkt, das eigene Aussehen oder ein Mann im Leben dieser Frau ist. In vielen kurzen Sketchen schlüpfte Beier gekonnt in die Rolle mehrerer ganz eigener Frauen in den besten Jahren.

„Wenn es mir nicht ganz so gut geht, dann backe ich meist einen Kuchen“, verkündete Fanny, die auf gar keinen Fall „Pfanny“ heißt, und zückte kurzerhand ein altbewährtes Rezept aus Großmutters Zeiten. Ihr Blick wanderte über das Publikum. „Kennen Sie das?“ Zustimmendes Gemurmel. Doch spätestens, als beim kontrollierenden Vorlesen der Zutaten neben Butter und mehreren Tassen Mehl auch eine ganze Flasche Whisky auf der Zutatenliste stand, war klar, um welche Art von Frust-Backen mit heilender Wirkung es gehen sollte. Nach den ersten Zeilen der Backanleitung lallte Fanny also erheitert das Rezept vor sich hin: „Malten Sie jetzt den Schixer ein.“ Vom Kuchenbacken keine Spur.

Beier schuf in ihren Sketchen Frauen, die gerade durch ihre überzeichneten Macken und Problemchen zu einem liebenswerten Gegenüber werden. Der Zuschauer - häufig wohl die Zuschauerin - fand sich daher, egal wie alt, zu einem gewissen Teil in dem Charakter auf der Bühne wieder. Dort standen Frauen, die offen reden, sich selbst nicht allzu ernst nehmen und sich mit teils böser Ironie selbst auf die Schippe nehmen können.

„Ich finde es sehr lustig“, sagte Zuschauerin Lore Fricke. „Man bekommt richtig gute Laune.“ Doch auch die Männer kamen auf ihre Kosten und bekamen einen guten Einblick in das „Abenteuer reife Frau“. Auch im Hinblick auf das kleine rote Sparschwein, das vor Beginn der Veranstaltung durch die Reihen gegeben wurde, hatte sich der Abend gelohnt. „Heute Abend sind rund 100 Euro durch Spenden zusammengekommen“, freute sich „teatr-dach-“Chef Albrecht Schulze. Diese sollen zusammen mit den Einnahmen von „Singen im Pulk“ an die zehnjährige Charlotte aus Edemissen gehen, die im Rollstuhl sitzt und sich einen Assistenzhund wünscht.

leo

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