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Flugkünstler der Extraklasse

Wendeburg Flugkünstler der Extraklasse

Wendeburg. Die Taubenschwänzchen in Horst-Günter Meiers Garten schwärmen für Efeu. Vor allem nachts, wie es seinem Namen entspricht, aber auch tagsüber labt sich der Nachtfalter aus der Familie der Schwärmer an den Blüten der Kletterpflanze und vollbringt dabei wahre Flugkunststücke.

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Im Schwirrflug kann der Nachtfalter vor einer Blüte stehen und mit seinem langen Rüssel aus den Blüten Nektar saugen.

Quelle: Horst-Günter Meier

„Das Taubenschwänzchen ist der Kolibri unter den Schmetterlingen“, schwärmt Schmetterlings-Experte Horst-Günter Meier aus Wendeburg über den in diesem Jahr erstaunlich häufigen Gartengast. Dabei ist das Taubenschwänzchen hier gar nicht heimisch. Es stammt vom Mittelmeer und wandert regelmäßig ein.

„In diesem Jahr ist eine große Anzahl von Wanderfaltern eingeflogen, als es richtig warm war“, hat Meier beobachtet. Darunter war nicht nur das Taubenschwänzchen, sondern auch die Gammaeule. Inzwischen haben sich die Falter hier vermehrt, berichtet Meier. „Die Schmetterlinge, die jetzt fliegen, sind die zweite Generation.“

Um sich gegen die Kälte der Nacht zu schützen, trägt das Taubenschwänzchen einen haarigen Pelz. Doch nicht daher rührt sein Name, sondern von seinem pinselartigen Hinterleib, der an Taubenfedern erinnert. Wozu diese Besonderheit dient, ist nicht geklärt: „Vermutlich hat es mit dem Flugverhalten zu tun“, glaubt Meier.

Und das ist beim Taubenschwänzchen in der Tat ein ganz Besonderes: Es kann im Schwirrflug vor den Blüten stehen und mit seinem langen Rüssel aus den Blüten Nektar saugen. „Die Flügel schlagen dabei so schnell, dass sie für das Auge unsichtbar sind. ‚Unstet und flüchtig‘ würde man ihm ins Zeugnis schreiben“, sagt Meier mit einem verschmitzten Grinsen. Nur mit einer Belichtung von über einer Tausendstel Sekunde sind ihm die spektakulären Fotografien des wendigen Fliegers gelungen.

Trotz Pelz - den Winter in Norddeutschland wird das wärmeliebende Taubenschwänzchen wohl nicht überleben, meint der Schmetterlings-Experte. Aber aus seinen Beobachtungen ist ihm klar geworden: „Es ist langlebiger als man denkt.“

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