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Fernsehen zeigt Doku zum Grubenunglück

Lengede Fernsehen zeigt Doku zum Grubenunglück

Lengede. Damals richteten sich die Augen der Welt auf Lengede: Am 24. Oktober jährt sich das Lengeder Grubenunglück zum 50. Mal. Jetzt widmet sich auch der NDR dem Thema. „Das Trauma von Lengede“ heißt die NDR-Dokumentation, die am Sonntag, 20. Oktober, um 13 Uhr im NDR Fernsehen gezeigt wird.

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Grubenunglück in Lengede: Das Luftbild zeigt einen Überblick über die Stelle, an der das Unglück seinen Anfang nahm.

Quelle: Gerhard Dierssen

Die Fakten: Am Abend des 24. Oktobers 1963 ist es ruhig in Lengede. Nur im Schacht Mathilde wird noch gearbeitet, die Männer der Spätschicht sind unter der Erde. Der Schlammteich 12, eine ehemalige Tagebaugrube voller Wasser über dem Schacht, wirkt Stunden vor der Katastrophe nahezu unberührt. Aber nur wenig später tut sich etwas am Grunde des Sees: Die Tonschicht über den Stollen bricht ein. 500 000 Kubikmeter Wasser stürzen in das unterirdische Gewirr aus Gängen und Tunneln, schlammiges Geröll wälzt sich hinab. 129 Kumpel sind dort unten. Ein Teil kann sich nach dem Unglück selber an die Oberfläche retten, 29 sterben und einige Männer überleben zwei Wochen lang in einem gefährlichen stillgelegten Stollen.

Adolf Herbst ist heute 70. Er gehört zu den Überlebenden. Viele Jahre konnte er über das, was in der Tiefe geschehen war, nicht sprechen. Über die Hoffnungslosigkeit, die Sterbenden, die Dunkelheit. Wie überlebten die Menschen ein solches Trauma? Der NDR sprach mit Männern und Frauen, deren Leben das Unglück für immer geprägt hat, Kinder von Überlebenden, Psychiater, Bergbau-Experten. Außerdem konnte das Filmteam über Teile des Untersuchungsberichtes drehen, den eine Sonderkommission nach dem Unglück erstellt hatte. Das Material zeigt, dass nicht nur die psychologische, auch die juristische Aufarbeitung der Katastrophe schwere Belastungen zurückgelassen hat. Für Herbst wurde das Sprechen zur Befreiung, aber: „Etwas bleibt im Innern verschlossen. Wie eine Blackbox. Ich werde sie nie öffnen - sonst reißt es mich fort.“ Der Film zeigt historisches Filmmaterial und Gespräche, auf die sich Überlebende einließen.

Am 25. Oktober erscheint das große PAZ-Sonderheft, das in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Lengede entstanden ist, zum 50. Jahrestag des Unglücks. Es kostet 3,50 Euro und ist in der Geschäftsstelle erhältlich.

rd

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