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Familien stärken in Vechelde

Kinderschutztag Familien stärken in Vechelde

Vechelde. Rund 150 Akteure aus den Bereichen Jugendhilfe, Gesundheitshilfe, Sozialhilfe, Schule und Politik trafen sich jetzt im Bürgerzentrum Vechelde zum 3. Kinderschutztag mit dem Thema „Familien stärken und Kinder schützen“.

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Die stellvertretende Landrätin Eva Schlaugat (SPD) betonte in ihrem Grußwort, dass alle Kinder, unabhängig ihrer Herkunft, die Hilfen erhalten müssten, die notwendig sind: „Besondere Beachtung ist auf die Bedürfnisse von Kindern zu legen, die traumatisierende Lebenssituationen hinter sich gebracht haben, sei es, dass sie aus ihrer Heimat fliehen mussten oder sei es, dass sie sich aufgrund anderer Dinge belastenden Lebenssituationen stellen mussten.“

Hans-Werner Fechner (CDU) als Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses zeigte satirisch auf, dass eine professionelle Überbetreuung von Familien der Gefahr ausgesetzt sei, die Realität zu verfehlen.

Dass sich soziale Hilfe in der Lebenswelt grundsätzlich von der professionellen sozialen Hilfe unterscheide, zeigte Professor Frank Früchtel von der Fachhochschule Potsdam in seinem Vortrag auf. Die professionelle Hilfe verdränge und ersetze zunehmend die traditionelle Hilfe innerhalb des familiären und nachbarschaftlichen Rahmens und beinhalte die Gefahr, die Familien zu entmündigen und in ihren eigenen Fähigkeiten zu lähmen. Früchtels Ansatz ist, diese Ressourcen wieder zu aktivieren, indem an die Familienangehörigen, Verwandten, Bekannten und Nachbarn appelliert wird, in einem Familienrat mit Begleitung eines Moderators selbst eine Lösung zu erarbeiten.

„Dieses Modell wurde in Neuseeland von den Maoris erarbeitet und wird weltweit, inzwischen auch im Landkreis Peine, praktiziert“, sagt Peines Jugendamts-Leiterin Monika Steinebrunner-Fabian. „Die Erfolgsquote ist langfristig viel höher als bei traditioneller professioneller Hilfe, da sich die Beteiligten weniger fremdbestimmt fühlen. Ihre Eigeninitiative, Fantasie und ihr Selbstbewusstsein werden gefördert.“

Von Helmut Maliers, dem Koordinator für den Kinderschutz, wurde an einem Beispiel illustriert, wie komplex und kurzfristig unberechenbar der Versuch des Kinderschutzes im Alltag eines Sozialarbeiters aussehen kann.

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