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Fahrdienst für Senioren: "Hauptsache, er fährt nicht zu zügig"

Wendeburg Fahrdienst für Senioren: "Hauptsache, er fährt nicht zu zügig"

Wendeburg. Während andere sich in ihrer Freizeit ausruhen und ihren Hobbys widmen, engagieren sich Marc Noglik und Manfred Quilitz ehrenamtlich - als Fahrer für die Seniorenkreise in Zweidorf und Wendezelle.

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Fahrer Marc Noglik hilft den Seniorinnen beim Einsteigen.

Quelle: web

„Hauptsache, er fährt nicht zu zügig“, hofft Ilse Malinowski. Während die 76-Jährige den Fahrdienst für den Zweidorfer Seniorenkreis zum ersten Mal nutzt, sind Inge Liem (84) und Elli Bauer (82) schon öfter mit Marc Noglik mitgefahren. Daher können sie ihre Mitfahrerin beruhigen: „Er fährt gut.“

Seit zwei Monaten gibt es das Angebot, und die Seniorinnen sind sehr zufrieden mit ihrem Fahrer: „Wir könnten sonst nicht zu den Treffen gehen“, erklärt Inge Liem. „Wir sind froh und dankbar, dass er seine Freizeit dafür opfert.“

Für Marc Noglik ist das selbstverständlich. „Ich kenne viele der Damen, die meisten wohnen bei mir um die Ecke“, erzählt der 44-Jährige. Er war Mitglied der Bürgerinitiative (BI), die aus dem ehemaligen Feuerwehrhaus in Zweidorf, dem früheren Treffpunkt der Senioren, ein Bürgerhaus machen wollte. Inzwischen steht fest, dass es zur Krippe umgebaut wird, die BI löste sich daraufhin auf.

Immer am ersten Dienstag im Monat fährt Noglik - wenn er es mit seinem Schichtdienst in der Einsatzzentrale Flughafen Hannover vereinbaren kann - die Senioren, die meisten von ihnen Frauen, nach Wendeburg und wieder zurück. Dabei muss er mehrmals fahren, um alle an insgesamt vier Stationen einzusammeln. Im neuen Schulungsraum des Feuerwehrhaus am Meierholz wird dann gemeinsam Kaffee getrunken, gesungen, gebastelt, getanzt oder - wie gestern - gewichtelt. „Ich wollte nicht, dass das einschläft“, sagt Noglik.

Auch für Manfred Quilitz war es Ehrensache, die Senioren aus Wendezelle nach Wendeburg zu fahren. Anders als Noglik steht ihm seine erste Fahrt aber noch bevor. Nervös ist er aber trotzdem nicht: „Ich bin wahrscheinlich die meisten Kilometer mit dem Gemeindebus gefahren“, sagt er und lacht. Denn Quilitz arbeitete mehr als 30 Jahre lang im Bauamt der Gemeinde Wendeburg. Ein Personentransportschein sei nicht nötig, maximal neun Personen können im Bus mitfahren.

Der Fahrdienst ist aber nicht das einzige Ehrenamt des 65-jährigen Ruheständlers. Er engagiert sich für die Braunschweiger Tafel und war mehr als 30 Jahre aktiv in der Feuerwehr, nicht nur in Wendeburg, sondern auch auf Kreisebene.

Geld bekommen die beiden Fahrer für die Transporte nicht. Dafür aber einen Händedruck oder ein herzliches „Dankeschön“. Ursula Budde, Leiterin des Zweidorfer Seniorenkreises und Koordinatorin des Fahrdienstes, ist auf jeden Fall begeistert: „Es klappt alles wunderbar.“

web

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