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Erntedank als großes Volksfest wie Karneval gefeiert

Lengede Erntedank als großes Volksfest wie Karneval gefeiert

Lengede. Nach hiesigem Verständnis hat das Oktoberfest überwiegend mit Bier zu tun. In Dabrowa, Lengedes polnischer Partnergemeinde, und speziell in deren kleiner Ortschaft Zelazna werden feierlicher Erntedank und feucht-fröhliche Oktoberfeierlichkeiten zu einem fröhlichen Volksfest kombiniert.

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Die Delegation aus dem Peiner Land beim Besuch im polnischen Zelazna.

Dies hat Danuta Kowalska-Jaschek kürzlich miterlebt. Die Dolmetscherin für die polnische Sprache und Leiterin des Deutsch-Polnischen Freundeskreises in Peine konnte sich mit ihrer Gruppe kürzlich bei einem Besuch auf Einladung der Ortsbürgermeisterin von Zelazna, Gertrud Ledwig, davon überzeugen - und feierte natürlich auch kräftig mit.

Kennengelernt hatten sich die beiden Frauen anlässlich der Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunden beim Landkreis Peine und bei der Gemeinde Lengede im Mai vor zehn Jahren: Ledwig als Mitglied des Gemeinderates Dabrowa, Kowalska-Jaschek als Dolmetscherin. Man war sich sympathisch, kam schnell ins Gespräch und beschloss eine gemeinsame Aktion anlässlich des interkulturellen Festes im Sommer vor zehn Jahren auf dem Peiner Marktplatz. „Unsere polnische Frauengruppe war gleich Feuer und Flamme dafür, die Bürgermeisterin aus Polen reiste damals mit ihren Landfrauen an, die wir an dem Wochenende privat unterbrachten“, erinnert sich die Dolmetscherin.

Seitdem pflegen die Frauen den Kontakt. Trotz der Entfernung entwickelte sich erstens eine Freundschaft und zweitens nun die Einladung zum Gegenbesuch - und zu was für einem. Zu elft erreichten Kowalska-Jaschek und ihr Freundeskreis die Gastgeber in Zelazna (dem ehemaligen Eisenau) zum großen Ernte-Oktoberfest-Spektakel. „In Polen beginnt immer alles in der Kirche“, erzählt Kowalska-Jaschek, die es vor mehr als 30 Jahren der Liebe wegen von der Weichsel an die Fuhse zog. Mit Landwirten und Gartenbesitzern trugen auch die Peiner ihre Erntegaben vor den Altar - alles Produkte aus dem Peiner Land, unter anderem der hiesigen Bierbrauerei und der Schokoladenfabrik. „Nach der heiligen Messe folgte dann bei wunderschönem Wetter ein Umzug durchs Dorf, der mich an ein Rosenmontagsspektakel erinnerte“, staunt die Dolmetscherin. So gab es Trecker mit geschmückten Themenwagen und unermüdlich mit Süßigkeiten um sich werfende Menschen. Die Gäste durften auf dem Wagen mit der eindrucksvollen Erntekrone mitfahren“.

Zünftig gefeiert wurde anschließend übrigens bis tief in die Nacht. „Und da hatte das Oktober- und Erntefest dann auch hier etwas mit Bier zu tun - neben dem traditionellen polnischen Wodka natürlich“, so Kowalska-Jaschek mit einem Lachen. „Am Ende stand dann das feste Versprechen: Wir sehen uns wieder! Bald!“

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