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Emotionale Bürgerversammlung in Wendeburg zur möglichen Kreisfusion

Wendeburg Emotionale Bürgerversammlung in Wendeburg zur möglichen Kreisfusion

Wendeburg. Sehr emotional ging es am Mittwoch in der Aueschule Wendeburg zu. Dort fand die siebte Bürgerversammlung zur möglichen Kreisfusion statt, zu der der Landkreis Peine eingeladen hatte. Nur rund 30 Personen waren dieser Einladung gefolgt.

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Harald Friehe informierte bei der Bürgerversammlung in Wendeburg über eine mögliche Kreisfusion. Etwa 30 Personen waren gekommen.

Quelle: bol

Zu Beginn sollte eigentlich der Erste Kreisrat Henning Heiß einen informativen Kurzvortrag halten. Da dieser aufgrund eines Staus auf der A 2 nicht pünktlich erscheinen konnte, übernahm dies Harald Friehe, der Mitglied im Team „Projekt Kreisfusion“ ist. Später dann übernahm der Erste Kreisrat den Vortrag und die sich daraus ergebende hitzige Diskussion.

Dass diese Bürgerversammlung nicht einfach nur eine reine Informationsveranstaltung war, wurde schnell deutlich. Das Publikum war sehr gut über die bisherigen Geschehnisse in Sachen Fusion mit Hildesheim informiert und stellte überaus kritische Fragen. So kam die Frage auf, warum beim Gutachten bislang nur eine Fokussierung auf Hildesheim erfolgt ist. Darauf antwortete Henning Heiß: „Es steht kein anderer Verhandlungspartner zur Verfügung.“ Andere Landkreise um Peine herum hätten sich deutlich gegen eine Fusion ausgesprochen. Die Frage der Anwesenden: „Warum wohl? Niemand will einen erkrankten Landkreis haben. Warum aber Hildesheim? Weil dieser Landkreis ebenfalls große finanzielle Probleme hat,“ erklärte ein Besucher.

Immer wieder kam die Frage auf, was sich durch eine Fusion für den Bürger ändern würde. Darauf Heiß: „Gar nichts!“ Doch damit wollten sich die Diskutierenden keineswegs zufrieden geben. „Das kann ich mir nicht vorstellen,“ war mehr als einmal aus den Reihen zu hören. Auf die Frage, ob es denn zu einem Bürgerentscheid kommen würde - die im Übrigen großen Applaus von den Anwesenden bekam - meinte der Kreisrat: „Warum ein Bürgerentscheid? Es ändert sich doch nichts für Bürger.“

Große Diskussionen gab es auch über mögliche Einsparungen durch die Fusion in Personalsachen. „Durch eine Fusion würden Personalkosten in den Führungsriegen eingespart werden, da man beispielsweise nur noch eine Leitung der Rechnungsprüfung braucht“, hieß es. Doch auch dazu brachte das Publikum Gegenargumente: „So hoch sind die Einsparungen gar nicht, denn in der Führungsetage sind Beamte tätig. Denen kann man nicht einfach so kündigen. Die werden bei gleichbleibenden Bezügen einfach auf eine andere Stelle gesetzt,“ wusste ein Besucher.

Es blieb Verständnislosigkeit zurück, die nach Ende noch für reichlich Gesprächsstoff sorgte. „Im Grunde wissen wir nicht mehr als vorher und dass sich für den Bürger nichts ändert, kann man sich kaum vorstellen,“ erklärte ein Besucher.

bol

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