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Einigkeit und Uneinigkeit im Rat

Lengede Einigkeit und Uneinigkeit im Rat

Von Kinderfeuerwehr bis Atompolitik reichten die Themen, über die der Lengeder Rat am Donnerstagabend verhandelt hat. In allen relevanten Tagesordnungspunkten waren sich die Ratsmitglieder einig - nur bei einem Thema kamen Emotionen auf.

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Der Lengeder Rat bei der jüngsten Sitzung: Auch die Umstellung auf Ökostrom war Thema.

Quelle: ju

Lengede . Doch zunächst trat Bürgermeister Hans-Hermann mit einem ungewöhnlichen Wunsch vor den Rat. "Ich soll ausrichten, dass auch die Ratsmitglieder sich künftig rege am Sportabzeichen beteiligen." Und so stimmte der Rat auch gleich dem Antrag der SPD-Fraktion auf Einrichtung einer Jugendsportlerehrung in der Gemeinde zu. "Dadurch wird das Ehrenamt in den Sportvereinen, insbesondere im Bereich der Jugend, gewürdigt", sagte Fraktionsvorsitzender Gerhard Horaiske (SPD).

Ebenfalls einstimmig beschloss der Gemeinderat die Einrichtung einer Kinderfeuerwehr in der Ortschaft Barbecke. "Man kann nur dankbar sein, wie man sich dort ehrenamtlich einsetzt", sagte Baas. CDU-Fraktionsvorsitzender Michael Kramer stimmte zu: "Kleine Ortswehren müssen um den Nachwuchs kämpfen. Durch Ganztagsschulen und viele Freizeitangebote ist es nicht leicht, Kinder für die Feuerwehr zu motivieren."

Auch die Einrichtung von Eltern-Kind-Zentren in den Kitas wurde beschlossen. "Die bisherige Diskussion zeigt, dass das Projekt wichtig ist", sagte Horaiske. Zunächst soll es ein Zentrum in einer Kindertagesstätte geben. Die Erfolge sollen dann Grundlage für weitere Zentren sein. Die CDU hält die Einrichtung für nicht erforderlich, stimmte aber dem Antrag zu.

Beschlossen wurde der Straßenausbau im Neubaugebiet "Katzenwinkel" in Klein Lafferde für 50 000 Euro und der Ausbau der Straße An der Realschule für 445 000 Euro.

Energetische Erneuerung war auch das Thema eines weiteren Antrags der SPD (siehe unten). Ein Antrag, den die CDU hingegen für längst "überflüssig" hielt.

Emotionale Debatte um Ökostrom im Lengeder Rat

Den „Ausstieg aus der Atomstromnutzung zum nächstmöglichen Zeitpunkt“ forderte SPD-Fraktion. „Wir wollen, dass die Energieversorgung der gemeindeeigenen Gebäude vollständig auf die Belieferung mit Strom umgestellt wird, der nicht aus Atomkraftwerken stammt“, so Ratsmitglied Dirk Meyer in einem emotionalen Vortrag.

Zudem soll der Stromverbrauch durch Effizienzsteigerungen und energetische Sanierungen verringern werden. Ein Antrag, der „gut gemeint, aber durch seine emotionale Begründung zweifelhaft und widersprüchlich ist“, sagte CDU-Fraktionsvorsitzender Michael Kramer. „Einerseits soll der vollständige Ausstieg so schnell wie möglich erfolgen, allerdings die Versorgung mit regenerativer Energie langfristig umgestellt werden. Das kann nicht ernst gemeint sein.“

Kramer erinnerte an Bemühungen, die die Gemeinde in der Vergangenheit bereits unternommen hat. So habe man sich um die Förderung von Solarenergie auf Turnhallen- und Schuldächern gekümmert, moderne Heizungsanlagen in den Schulen eingebaut, in Barbecke Vorranggebiete für Windkraft eingerichtet, sich kooperativ bei der Durchleitung von Windstrom aus Offshore-Anlagen der Nordsee gezeigt und man fördere zukünftig einen Klimaschutzmanager.

„Wir fangen ja nicht erst jetzt an, wie man bei dem SPD-Antrag denken könnte“, so Kramer. „Aber ein Symbol zu setzen ist in Ordnung.“ Deshalb stimmte auch die CDU mit einer Gegenstimme dem Antrag zu.

ju

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