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Ein „Kattenkopp“ für Willi Walkling

Meerdorf Ein „Kattenkopp“ für Willi Walkling

Meerdorf. Das hat es noch nie gegeben, dass in Meerdorf ein Vorsitzender 25 Jahre im Amt war, meinen die älteren Mitglieder im Gesangverein Meerdorf. Willi Walkling aber hat es geschafft: Heute erhält der Vorsitzende bei der Hauptversammlung eine Auszeichnung für seine Amtszeit, die nun schon ein Vierteljahrhundert dauert.

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Willi Walkling wird heute für 25-jährige Tätigkeit als Vorsitzender des Gesangvereins Meerdorf geehrt.

Quelle: oh

Seine Vorgänger, Heinrich Schröder und Kuno Pollmann, haben jeweils nach 24 Jahren als Vorsitzende des Gesangsvereins Meerdorf kurz vor dem silbernen Jubiläum ihr Amt aufgegeben, berichtet Bernd Meier vom Meerdorfer Heimatverein. Walkling übernahm das Amt 1989, nur ein Jahr vor der anstehenden 100-Jahrfeier. Er konnte auch bei einer Zentralveranstaltung in Trier aus den Händen des damaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker die Zelter-Plakette, die höchste Auszeichnung für Chöre, entgegennehmen.

Willi Walkling ist 1955 in den Gesangverein Meerdorf eingetreten. Er war in den Jahren 1967 bis 1970 und 1982 bis 1988 als stellvertretender Vorsitzender im Vorstand tätig. Und: „Er hofft, dass er im nächsten Jahr das 125-jährige Vereinsbestehen und seine 60-jährige Mitgliedschaft begehen kann“, so Meier.

Neben vielen schönen Stunden bei Konzerten oder Ständchensingen musste Willi Walkling auch schwierige Situationen überstehen. So ist neun Mal ein Wechsel der Wirte im Vereinslokal erfolgt. Einmal sei sogar durch den Gerichtsvollzieher das gesamte Vereinsvermögen beschlagnahmt worden und musste anschließend mühevoll beim Amtsgericht freigestellt werden. „Bei der Renovierung der alten Vereinsfahne wurde diese gestohlen und durch ein Imitat ersetzt. Unter Androhung der Einschaltung der Polizei konnte Walkling das alte Prachtstück zurückholen“, schildert der Heimatvereins-Vorsitzende.

Bei seiner goldenen Hochzeit, die er im vergangenen Sommer feierte, versprach ihm der Chronik-Wart Willi Reck, dass er nach alter Tradition mit einem „Kattenkopp“ geehrt werde.

„Kattenkopp“ ist Plattdeutsch und heißt Katzenkopf. „In diesem Fall bezeichnet es nicht den oberen Teil eines Haustieres, sondern ist die Maßeinheit für ein kleines Fass Bier“, erklärt Meier. In früheren Zeiten, wenn drei bis vier Sänger in Gesellschaft beisammen waren, sei es üblich gewesen, einen „Katzenkopf“ aufzulegen. Dieses kleine Fass mit 12,5 Litern Bier kostete nur einen Taler (3 Mark).

rd

  • Die Versammlung findet ab 19.30 Uhr im Alten Landhaus in Meerdorf statt.
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