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Ehrenamtlich im Einsatz für die Kröten

Vechelde Ehrenamtlich im Einsatz für die Kröten

Vechelde. Der vergangene Freitag war schon ein besonderer für Melanie Christoph und Henry: Insgesamt 1278 Kröten und Molche trugen die 36-jährige Vechelderin und ihr siebenjähriger Sohn über die B 1 bei Bettmar. „Das war der Wahnsinn“, sagt sie mit einem Lachen.

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Ehrenamtliche Kröten-Helfer: Melanie Christoph und ihr Sohn Henry (7) aus Vechelde trugen allein an einem Tag 1278 Amphibien über die B 1.

Quelle: cb

Schon am frühen Morgen, um 6.45 Uhr an diesem Tag, waren die Eimer entlang des Krötenfangzaunes gut gefüllt. Insgesamt 486 Tiere zählten Melanie Christoph und ihr Sohn. Anderthalb Stunden lang sammelten sie die Kröten aus den Fang-Eimern: „Man kann nicht alle Eimer auf einmal leeren, die Kröten müssen auf ihrer Bahn bleiben“, erklärt die Vechelderin. Hintergrund: Um sich fortzupflanzen suchen die weiblichen Kröten den Ort auf, an dem sie selbst geschlüpft sind, also geeignete Lebensbedingungen vorgefunden haben. Den Weg zur Laichstelle finden sie durch eine Art „integriertes Navigationssystem“ im Gehirn.

Sicher brachten Melanie Christoph und ihr Sohn die Tiere auf die andere Straßenseite. Dann war vorerst Schluss, denn „um 8.20 Uhr muss Henry in der Schule sein“, sagt seine Mutter lachend. Und fügt hinzu: „Henry ist ganz engagiert dabei, ich habe eigentlich den kleineren Part zu erledigen.“

Doch die meiste Arbeit stand ihnen noch bevor: Nass und warm herrschte an diesem Tag endlich das perfekte Krötenwanderwetter. Normalerweise dauert die Krötenwanderung von Anfang März bis Ende April. Doch in diesem Jahr hat sich der Start durch anhaltende Kälte nach hinten verzögert. Und so fanden die Vechelderin und ihr Sohn auch am Abend noch einmal gut gefüllte Kröten-Eimer vor: 792 Amphibien zählten die beiden, darunter nicht nur Erdkröten, sondern auch Teich- und Fadenmolche sowie Bergmolche und Grün- und Grasfrösche. Insgesamt zweieinhalb Stunden waren Mutter und Sohn im Einsatz - wohlgemerkt nach 22 Uhr, da die Kröten vor allem in der Nacht wandern.

Trotz Job - Melanie Christoph arbeitet als Landschaftsplanerin in Braunschweig - findet sie Zeit für das Kröteneinsammeln: „Wir haben im letzten Jahr schon mal mitgemacht, da waren wir mehrere Tage im Einsatz“, erzählt die Vechelderin. „Jetzt helfen wir am Freitag, und am Samstag können wir dann ausschlafen.“

web

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