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Ehemaliges Munitionsdepot wird jetzt renaturiert

Wendeburg-Zweidorf Ehemaliges Munitionsdepot wird jetzt renaturiert

Zweidorf. In den 1970er Jahren - zum Höhepunkt des Kalten Krieges - hat die Bundeswehr im Zweidorfer Holz ein Munitionsdepot angelegt.  Nach der Öffnung der Grenzen nach Osten in den 1990er Jahren wurde die Anlage überflüssig, seit Januar wird es zurückgebaut und der Natur zurückgegeben, die es teilweise ohnehin schon wieder erobert hat.

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Beim Ortstermin (v.l.) Heiko Gierach (ATR), Revierförster Achim Hördler, Peter Meyer (ATR), Oliver Ahlbrecht und Tülay Atci (Staatliches Baumanagement) sowie Amke Pötsch (BImA) besprechen das Vorgehen anhand der Pläne.

Auf dem rund 15 Hektar großen Areal befinden sich unter anderem 56 oberirdische Bunker, drei Feuerlöschteiche und drei Kilometer asphaltierte Straße.

Die Bunker erinnern von innen an Fertiggaragen aus Beton. Die Bausubstanz wirkt erstaunlich gut, die Wände sind vollkommen. „Das liegt unter anderem an der einfachen, aber wirkungsvollen Belüftung“, erklärt Bauleiter Peter Meyer von der Firma ATR, die mit den Arbeiten beauftragt ist.

Allerdings werden die Lüftungsschächte nun abgetragen und verschlossen. „Wir müssen sichergehen, dass niemand hineinfallen und sich verletzen kann, erklärt Oliver Ahlbrecht vom Staatlichen Baumanagement Braunschweig, das in enger Abstimmung mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, kurz BImA, für die ordnungsgemäße Durchführung der Aufgaben verantwortlich ist.

Die schweren Stahltüren werden verschweißt und zusätzlich zugemauert. Dann wird der Eingangsbereich mit Erdreich verfüllt, so dass sich Pflanzen ansiedeln können. In einigen Jahren sollen dann nur noch bepflanzte Hügel zu sehen sein.

Die Straßen werden in regelmäßigen Abständen für Pflanzinseln unterbrochen. „So verhindern wir, dass hier eine illegale Rennstrecke entsteht, wenn nach dem Abschluss der Arbeiten der Zaun entfernt wird“, erklärt Meyer.

Vier der Bunker sind allerdings von den Maßnahmen ausgenommen. „Sie sind als Quartiere für Fledermäuse vorgesehen“, teilt die Pressesprecherin des Landkreises Katja Schröder mit.

„Alle Maßnahmen erfolgen in Abstimmung mit der zuständigen Naturschutzbehörde“, versichert Ahlbrecht, der aber auch daraufhin weist, dass während der Arbeiten bis voraussichtlich Ende März mit einem erhöhten Lkw-Verkehrsvorkommen im Bereich der Straße „Hinterm Dorfe“ in Sophiental zu rechnen sei.

Ursprünglich sollte die Maßnahme schon im Herbst 2015 durchgeführt werden. Allerdings gab es Probleme mit der Zuwegung. Es waren Verhandlungen mit der BImA notwendig, dadurch kam das Vorhaben zunächst ins Stocken und hat nun erst begonnen.

Zu den genauen Kosten konnte Schröder nichts sagen, nur, dass diese von der BImA getragen werden, „lediglich die Herrichtung der vier Bunker für Fledermäuse wird die Naturschutzbehörde des Landkreises tragen“, teilte die Kreissprecherin mit.

von Kerstin Wosnitza und Jasper Warzecha

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