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Duftende Tee-Lesung im Pflanzeneck

Wense Duftende Tee-Lesung im Pflanzeneck

Wense. Mehr als 400 Jahre sind seit dem ersten Teetransport nach Europa vergangen: Jetzt gab es interessante Einzelheiten, Anekdoten und noch unbekannte Geschichten über dieses anregende Heißgetränk im Pflanzeneck Wense.

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Eine Lesung für Tee-Liebhaber fand im Pflanzeneck Wense statt (von links): Martha Wolfstädter, Imke Loewe und Heinz Bode.

Quelle: rb

Am Freitag war es soweit: Martha Wolfstädter und Heinz Bode lasen unter dem Thema „Herbstzeit ist Teezeit - Wärmendes für Körper, Geist und Seele“ in der heimeligen Atmosphäre im zur gemütlichen Großraumstube umgebauten Kuhstall Geschichten und Anekdoten über das beliebte Heißgetränk.

Freilich nicht, ohne zuvor ein „Kurzziehzeit-Seminar“ zu den unterschiedlichen Teesorten verschiedenster Kolorite, Ansprüche, Stärken und Wirkungsweisen zu geben, während die überwiegend weiblichen Zuhörer ihre Oberlippen so vorsichtig wie genießerisch in ihre dampfenden Teetassen tauchten.

Besonders detailverliebt hatte das Pflanzeneck-Team um seine Chefin Imke Loewe das „Tee-Lese-Umfeld“ gestaltet: ein bisschen Gebäck hier, ein herzhafter Bissen dort. „Richtiger“ Tee für jene, die seine anregende Wirkung für die folgende Lesung nutzen wollten. Tee aus Früchten und Kräutern bevorzugte das um entspannten Nachtschlaf fürchtende Publikum.

Wolfstädter erinnerte an die Tee-Partys (gerne alkoholisch veredelt) junger Menschen vor 45 Jahren und Bode an Besuch aus Ostfriesland, der in Milchkannen von der Küste mitbrachte, was den gewohnten Tee-Geschmack auch in der Fremde garantierte.

Mitgebracht hatten Wolfstädter und Bode diverse Tee-Lektüre, beispielsweise für angehende Giftmörder, die den Wirkstoff Aconitum im Blumenbeet als hübschen „Eisenhut“ finden, der, in bestimmter Dosierung einer Teemischung beigefügt, für ewigen Schlaf sorgt. Allein der Gedanke an Tee mit Rum kann hingegen derart die Widerstandskräfte aktivieren, dass selbst Seenot ihren Schrecken verliert.

Dass mit Seewasser getränkter Tee selbst für US-Amerikaner ungenießbar ist, amüsiert bis heute Engländer seit dem berühmten Aufstand, der als „Bostoner Tee-Party“ in die Geschichte eingegangen ist. Kishon, Lenz, von Hirschhausen: das Text-Angebot über Tee ist so unterschiedlich, wie das Getränk selbst.

Das Publikum im Pflanzeneck Wense blies unterdessen nimmermüde den Dampf von der Tasse, knusperte am Gebäck und ließ sich mehr als drei Stunden durch Teegeschichten treiben, die ihre unterschiedliche Wirkung übrigens nicht nur in der Herbstzeit entfalten.

uj

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