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Drei Jungstörche in der Brutstätte erfolgreich beringt

Vechelde-Vallstedt Drei Jungstörche in der Brutstätte erfolgreich beringt

Vallstedt. Der Storchenbeauftragte Georg Fiedler hat kürzlich drei Jungstörche in der Brutstätte in Vallstedt beringt. Dazu war die Feuerwehr extra mit einem Leiterwagen angerückt, damit die Beringung und Begutachtung in dem elf Meter hohen Nest stattfinden konnte.

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Der Storchenbeauftragte und Experte
Gregor Fiedler.

Quelle: Laura Ludwig

Fiedler staunte über die gute Verfassung der Jungtiere. „Der gute Bruterfolg liegt am guten Nahrungsangebot, denn im November 2015 wurde der anliegende Teich am Nest saniert. Die Braunschweiger Rieselfelder bieten außerdem ein gutes Nahrungsangebot dass für diese Region überdurchschnittlich ist. Vor allem, weil dort in Trockenzeiten Nahrung zu finden ist. Das hat auch dazu geführt das sich der Bestand in der Umgebung verdichtet hat“, sagt Fiedler aus dem Harzkreis, der für diesen und den Bereich Braunschweig in der Storchbeobachtung und Beringung tätig ist. „Ein Bauer hat mir erzählt,dass vor einigen Jahren nie mehr als drei Störche seinem Trecker folgten, bei seiner letzten Zählung waren es 44 Störche. Das ist ein bezeichnendes Beispiel.“

Die Altstörche sind dabei im vergangenen Jahr nach Vallstedt gekommen. Das Männchen ist fünf Jahre alt und wurde in Nienhagen bei Celle beringt. Das Weibchen ist drei Jahre alt und wurde in Berne Landkreis Wesermarsch beringt.

„Wir haben den Neststand vor sieben Jahren aufgebaut, das ist jetzt die vierte Brut die hier stattfindet. Unsere Störche ziehen meistens nach Westen, hauptsächlich überwintern sie in Spanien. Die Ostzieher aus Ostdeutschland und Schleswig-Holstein ziehen über Polen und der Türkei bis nach Afrika. Das alles wissen wir durch die Beringung, sie ist der Informationsgeber wo die Störche hinziehen“, erzählt Karl-Rainer Jeffe, der unter anderem noch 59 Schleiereulenkästen im Peiner Land betreut.

Die Storchenjungen erhalten einen wenige Zentimeter großen Ring um das Fersengelenk, auf dem eine Nummer zu finden ist. „Storchbeobachter auf der ganzen Welt können so die Routen der Tiere nachvollziehen. Derartige Daten werden dann in den Vogelwarten dokumentiert, sodass genau nachvollzogen werden kann, wo sich ein Storch gerade befindet“, erklärt Georg Fiedler.

Im vergangenen Jahr kam Anton zur Welt, im zweiten Basti und Ben, im dritten Caro und nun sind es Dale, Dean und Doris. Auch in Vechelade sind zwei Jungstörche geschlüpft und wurden beringt, der Vater ist mit 13 Jahren der älteste Storch im Peiner Land. Es wird noch rund vier Wochen dauern, bis die drei Storchenjungen ihr Nest verlassen und in die Welt hinausfliegen. Zum Glück hat aber jetzt jeder Vogel einen Ring, sodass der Weg mitverfolgt werden kann.

lal

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