Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / -3 ° wolkig

Navigation:
Drei Jahre und vier Monate Haft für Lengeder

Lengede Drei Jahre und vier Monate Haft für Lengeder

Lengede/Hildesheim. Zu einer Gefängnisstrafe von drei Jahren und vier Monaten hat die 16. große Strafkammer im Landgericht Hildesheim jetzt einen Mann (40) aus Lengede verurteilt.

Voriger Artikel
Fotoausstellung im Vechelder Rathaus
Nächster Artikel
Unterricht in den Baumkronen

Der Fall wurde vor dem Landgericht Hildesheim verhandelt.

Quelle: A

Er hatte in seinem Haus in großem Stil Cannabispflanzen angebaut. Das Schöffengericht erkannte auf Besitz von unerlaubten Betäubungsmitteln in nicht unerheblicher Höhe und Handel.

Von Summen in Höhe von 112 000 und 152 000 Euro war in der Anklage die Rede. Das Geld soll der Delinquent mit dem Verkauf des Haschisch aus eigener Produktion mit mehr als 500 Pflanzen erzielt haben, außerdem hatte die Polizei nach einem anonymen Tipp bei einer Hausdurchsuchung am 21. Mai dieses Jahres rund sechs Kilo Marihuana sowie weitere Pflanzen sichergestellt (PAZ berichtete).

Der Angeklagte zeigte sich geständig und berichtete detailliert, wie er mit einer gebrauchten Zuchtanlage und Wissen aus dem Internet Anfang 2014 aus ursprünglich zehn Samen eine stattliche Plantage gründete. Doch die Freude über die Wüchsigkeit der selbst gezogenen Drogen verging dem Mann bald: Unter anderem machten Spinnmilben seine Gewinnträume zunichte. Zudem gab es überdurchschnittlich viele männliche Pflanzen, die das begehrte THC nicht produzieren.

Seit seinem 15. Lebensjahr konsumiert der gelernte Kaufmann Drogen und Alkohol. Er trinke gerne und viel - und um „noch mehr Spaß zu haben“, ziehe er sich ab und zu noch eine Linie Koks durch die Nase, berichtete der Beschuldigte unumwunden. Mit dem Eigenanbau wollte der Arbeitslose, der sich durch Schwarzarbeit über Wasser hielt, zum einen seinen Eigenkonsum abdecken und gleichzeitig durch den Verkauf seinen erheblich teureren Kokain-Konsum finanzieren. Auf eigenen Wunsch kann der bereits mehrfach Vorbestrafte während der Haftzeit eine Entziehungskur machen - seine erste überhaupt.

„Wir sind der Meinung, jeder soll die Chance auf eine Therapie haben“, sagte die vorsitzende Richterin in der Urteilsbegründung. Deshalb war das Schöffengericht dem Antrag der Verteidigung auf eine Verurteilung nach Paragraph 64 - Unterbringung in einer Entziehungsanstalt - gefolgt.

Zuvor hatte die Verteidigung das erst einen Tag vor der Verhandlung eingereichte Gutachten eines Psychiaters als „wertloses und unzutreffendes, kurz vor Hosenknopf gestricktes Papier“ sozusagen in der Luft zerrissen. Der Arzt hatte bei dem Delinquenten weder eine körperliche noch eine seelische Abhängigkeit erkannt und von einer Drogentherapie abgeraten.

hui

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Lengede/Vechelde/Wendeburg

Lesen Sie alles rund um das traditionsreiche Peiner Fest. mehr

Rückbau auf dem Telgter Elmeg-Gelände
Veranstaltungen

Welche Veranstaltungen und Termine gibt es im Peiner Land? In unserer Datenbank finden Sie alle Infos. mehr

Sudoku

Das Zahlenrätsel Sudoku in verschiedenen Schwierigkeitsgraden

Kinoprogramm

Jeden Donnerstag neu: alle Filmstarts in Peine und Umgebung