Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Diskussion über Fusion: „Abspaltung Vecheldes nach Braunschweig möglich“

Vechelde Diskussion über Fusion: „Abspaltung Vecheldes nach Braunschweig möglich“

Vechelde. Im Vechelder Bürgerzentrum wurde jetzt das zurzeit hochaktuelle Thema Fusion näher betrachtet. Otto Pfingsten, früherer Pastor der evangelischen Kirchengemeinde Wendeburg, sowie Jurist und Kommunalrechtsexperte Jürgen Franke klärten über Historie, Notwendigkeit und Chancen kommunaler Fusionen in Niedersachsen auf. Eingeladen hatte zu dem „Vechelder Forum“ der CDU-Orts- und Gemeindeverband Vechelde.

Voriger Artikel
Einblicke in die Familienforschung
Nächster Artikel
Jugendliche fuhren Seniorin um und flüchteten

Der frühere Pastor der evangelischen Kirchengemeinde Wendeburg, Otto Pfingsten (Foto), sprach vor zahlreichen Gästen im Bürgerzentrum Vechelde über das Thema Fusion - ebenso der Kommunalrechtsexperte Jürgen Franke.

Quelle: ISABELL MASSEL

„Peine hatte nie feste Grenzen“, so Pfingsten. Er führt das Publikum sachlich, aber gewitzt durch die Jahrhunderte der Stadt Peine und des Umlandes: „Die dänische Herrschaft im 16. Jahrhundert war wohl die beste Zeit für die Bevölkerung.“

Franke wagte den Sprung in die Gegenwart. Er beschäftige sich schon lange mit dem Thema Fusion. Bereits in den 1970er-Jahren sei ein Leitbild für niedersächsische Gebiete entwickelt worden, um leistungsstärkere kommunale Einheiten zu schaffen. Demnach solle ein Landkreis mindestens 150 000, Gemeinden mindestens 7000 Einwohner aufweisen können.

20 von 37 niedersächsischen Landkreisen hätten diese Zahl auch bis heute nicht erreicht - und die Bevölkerungszahl sinkt weiter.

Dazu zählt auch der Landkreis Peine. „Für unseren Landkreis ist bis 2031 ein Bevölkerungsrückgang von insgesamt 13 Prozent prognostiziert“, so Franke. Die Gemeinde Vechelde könne sich allerdings über einen Zuwachs in den vergangenen Jahren und wahrscheinlich auch künftig freuen.

Nach einem Gutachten sei der Landkreis für die Zukunft nicht ausreichend gut aufgestellt. „Durch eine Fusion besteht das Potenzial, die Leistungskraft zu stärken“, erklärte Franke. Natürlich bringe eine Fusion sowohl diverse Vor- als auch Nachteile mit sich. Laut Gutachten gebe es beispielsweise die Möglichkeit der Bildung einer Region Braunschweig, bei der einzelne Landkreise aufgelöst würden. Ebenso wäre eine Stärkung durch einen Zweckverband Großraum Braunschweig denkbar, bei dem die Landkreise weiterhin bestünden. Auch können die Landkreise Hildesheim und Peine fusionieren.

Eine Abspaltung der Gemeinde Vechelde nach Braunschweig sei laut Franke theoretisch möglich, wenn alle Beteiligten einverstanden wären. Allerdings beruhe dies auf Spekulationen, da „der Landesgesetzgeber die Entscheidungen treffen wird und dies im Einzelfall geprüft werden müsste“. Den zahlreich erschienenen Bürgern schien dieses Thema besonders am Herzen zu liegen. Sie hoffen, dass es weiterhin Informationsveranstaltungen dieser Art geben wird.

mea

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Lesen Sie alles rund um das traditionsreiche Peiner Fest. mehr

Rückbau auf dem Telgter Elmeg-Gelände
Veranstaltungen

Welche Veranstaltungen und Termine gibt es im Peiner Land? In unserer Datenbank finden Sie alle Infos. mehr

Sudoku

Das Zahlenrätsel Sudoku in verschiedenen Schwierigkeitsgraden

Kinoprogramm

Jeden Donnerstag neu: alle Filmstarts in Peine und Umgebung