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„Diese Propstei ist ein Schatz in der Region“

Vechelde/Wendeburg „Diese Propstei ist ein Schatz in der Region“

Er ist der Neue, es ist seine erste Propstei-Visitation, und er scheint zufrieden: Dr. Christoph Meyns ist seit Juni 2014 Landesbischof der evangelisch-lutherischen Landeskirche in Braunschweig. Jetzt besuchte er die evangelisch-lutherische Propstei Vechelde.

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Gruppenbild mit Bischof: Die Pfarrsekretärinnen der Propstei und der Kirchenmann nutzten die Visitation zu einer Begegnung.

Quelle: uj

Bortfeld. Bortfeld. Dass nun gerade die evangelisch-lutherische Propstei Vechelde unter der Leitung von Pröpstin Pia Dittmann-Saxel mit 26 Gemeinden und 12 Pastoren in den vergangenen drei Tagen ganz oben auf dem bischöflichen Reiseplan stand, „lag einfach daran, dass die letzte Visitation knapp 13 Jahre her ist“, sagt er und klingt pragmatisch.

Besonders auf „Inhaltlich-Fachliches“ habe sich sein Blick seit dem 3. Februar gerichtet, wobei ihn besonders das „gute und konstruktive Klima in der Propstei“ gefreut habe. Die Kirche werde vor Ort als wichtiger Partner wahrgenommen und sei als „feste Größe akzeptiert“, über Kontakte und Kooperationen beispielsweise mit Kindertagesstätten, Schulen. Aber auch mit kommunalen Einrichtungen, Vereinen oder Feuerwehren sei die Zusammenarbeit gut ausgebaut, und über die Jahre habe sich ein stabiles Vertrauensverhältnis entwickelt.

Meyns geht noch weiter: „Die Propstei ist ein Schatz in der Region“, fügt er hinzu und bestätigt, was zuvor Dittmann-Saxel als „hohe Kirchlichkeit“ in der Propstei bezeichnet hatte. Dass sich das nicht unbedingt an jedem Sonntag in prall gefüllten Kirchenbänken widerspiegeln müsse, sind sich Bischoff und Pröpstin einig: Abklingende „religiöse Intensität“ stehe nicht im Widerspruch damit, dass man sich als Kirche gleichwohl in der Mitte der Gesellschaft wahrnehme, erklärt der Bischoff. Sein Gespräch mit den Pfarrsekretärinnen aus den Gemeinden der Pfarrei habe ihm beispielsweise bestätigt, wie dicht der Austausch mit den Gemeindemitgliedern und umgekehrt sei: Man kenne sich, wisse um Freud und Leid und sei oft zu gegenseitiger Unterstützung bereit.

Nicht die Kirche werde an den Rand gedrückt, sondern mehr und mehr das Gemeingut, präzisiert Meyns: So wie auch die Kirche Mitglieder aus unterschiedlichen Gründen verliere, treffe dies beispielsweise auch politische Parteien, Vereine und andere Institutionen. Eine sich etwa seit den 1970er Jahren entwickelte „neue Freiheit“ habe sich nach seiner Ansicht von einer „Freiheit zu …“ zu einer „Freiheit von…“ entwickelt.

Er vergleiche die evangelische Kirche gern mit einem Eisberg, von dem man üblicher Weise nur die Spitze sehe. In seiner „Kirche der Ehrenamtlichen“ wirkten derzeit etwa 16 000 von ihnen - sich selbst und sein hauptamtliches Personal sieht der Bischof eher als „Dienstleister für die Ehrenamtlichen“.

Und die Zukunft der evangelisch-lutherischen Kirche in Braunschweig und speziell der Propstei? Man werde auf Herausforderungen pragmatisch reagieren. Fest stehe indessen: „Wir werden kleiner, aber bunter.“ Trotzdem: Er scheint zufrieden.

uj

• Am heutigen Samstag um 15 Uhr findet der Abschlussgottesdienst der Visitation in der Vechelder Christus-Kirche statt.

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