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Die Rosenflüsterin

Wedtlenstedt Die Rosenflüsterin

Wedtlenstedt. Die Rose, so wird behauptet, sei aus den Resten der Morgenröte entstanden und die Blüte sei ihr Lachen. In der Tat: der Rosengarten von Eilike und Herward Vemmer in Wedtlenstedt scheint eine ganz besondere Art sanfter Heiterkeit und Harmonie zu atmen und Alltagssorgen in Nichts aufzulösen.

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Mit allen Sinnen dabei: Die Rosenflüsterin Eilike Vemmer.

Quelle: uj

Auf 5000 Quadratmetern haben inzwischen ungefähr 500 unterschiedliche Zwergrosen, Kletterrosen, große und kleine Wildrosen ihre Heimat gefunden und sich tief mit dem einst eher minderwertigen Ackerboden verwurzelt. Ganz anders als die Sprösslinge der Vemmers übrigens, die sich nach ihrer Eigenständigkeit vom Elternhaus lösten und damit die Rosen-Liebhaberei ihrer Eltern, insbesondere die ihrer Mutter, ab 1990 erst so richtig aufblühen ließen. „Nach und nach haben wir nämlich die Nachbargrundstücke aufgekauft“, erklärt die Rosensachverständige, die zuweilen all ihre Lieblinge inklusive Ehemann zurücklässt, um im ganzen Land Rosenseminare zu geben oder Vorträge zu halten.

Apropos Lieblinge: Zu den meisten ihrer Rosen habe sie eine persönliche Beziehung und so zu beinahe jeder reflexartig parat, wann und zu welchem Anlass sie Aufnahme in der Weite des Wedtlenstedter Rosenparadieses fand.

Unterdessen sieht man den Ehegatten zielstrebig meist mit und manchmal ohne Schubkarre irgendwo die schmalen Wege des Gartens durchschreiten, während weiter hinten die Enkel in ihren Lieblingsecken unterwegs sind. Echte Rosen-Enkel übrigens, für Enkelin Fenja beispielsweise stand eine Rosensorte mit ihrem Namen Pate. Mit den Namen des weiteren Enkelnachwuchses schmücken sich nun weitere acht der inzwischen 240 aus Sämlingen gezogenen Rosen-Exemplare.

Beim Streifzug durch das überwiegend schattenlose Rosenparadies („Rosen wurzeln tief, brauchen wenig Wasser, aber viel Sonne“) fällt neben dem üppigen Wuchs das makellose saftige Laub auf. Das sei sowohl den idealen Standorten als auch dem ADR-Siegel („Anerkannte Deutsche Rose“) zu verdanken, das eine geprüfte Züchtung und gesunde Pflanzen garantiere.

Läusebefall sieht Vemmer übrigens ausgesprochen entspannt. „Ein Garten ohne Läuse ist ein toter Garten“, sagt sie lakonisch und Läusebefall darüber hinaus ein gedeckter Tisch besonders für Meisen, die ihre Brut fast ausschließlich mit den kleinen Saugern ernährten.

Verschiedene Thymian- und Sedum-Arten dienen als bunte und grüne Bodendecker. Praktischer als Rasen sei das, wenn sich die Rosenfreundin denn im ewigen Wettstreit gegen unerwünschtes Beikraut stets auch auf allen Vieren durch ihr blühendes Dorado kämpfe.

Wenn im Frühjahr die Rosen stark zurückgeschnitten werden, bricht sich übrigens Herward Vemmers Akkuratesse auch hier Bahn: sorgfältig geschichtet und mit Efeu überwachsen bieten die großzügigen Holzflächen natürlichen Gartenbewohnern ideale Domizile.

Längst ist Vemmers Gartenterritorium zu einer Pilgerstätte internationaler Rosenliebhaber geworden, um beispielsweise „die Schöne von Versailles“, oder „Lady James“ zu besuchen, sich von „Nadjas“ Duft betören zu lassen oder „lachende Gesichter“ in den Blüten zu erkennen.

Von Ulrich Jaschek

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