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Der König unter den Glücksbringern

Wendeburg Der König unter den Glücksbringern

Wendeburg. Vierblättriges Kleeblatt, Glücksschwein, Hufeisen: Zu Silvester verkaufen die Geschäfte allerlei Gegenstände, die im neuen Jahr Glück bringen sollen. Zu kaufen gibt es Uwe König freilich nicht, trotzdem kann man sich den Wendeburger und damit sprichwörtlich eine Portion Glück ins Haus holen: Der 49-Jährige ist Schornsteinfeger.

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Wer ihn berührt, hat sprichwörtlich Glück im neuen Jahr: Schornsteinfeger Uwe König auf dem Dach seines Bungalows in Wendeburg.

Quelle: cb

Herr König, es heißt, wer einen Schornsteinfeger berührt, hat Glück im neuen Jahr. Sind Sie ein glücklicher Mensch?

Ja, natürlich. Insofern, dass ich gesund bin, Arbeit habe und ein schönes Zuhause. Das ist Glück im eigentlichen Sinn.

Und haben Sie schon Mitmenschen glücklich gemacht?

Da müssen Sie meine Lebensgefährtin fragen (lacht). Mit Sicherheit habe ich schon mal jemanden glücklich gemacht.

Wie sind Sie denn zu dem Beruf gekommen?

Ich wusste nicht, was ich werden wollte. Als dann ein Freund eine Lehre als Schornsteinfeger begonnen hat, habe ich dort ein Praktikum gemacht und bin dabei geblieben. Seit Februar 2000 bin ich selbstständig. Ich bin überwiegend für den Bereich Braunschweig zuständig, aber auch für Alvesse, Vallstedt und Denstorf in der Gemeinde Vechelde.

Müssen Sie, weil ihre Zunft als Glücksbringer gilt, häufiger Menschen die Hände schütteln?

Ja, Hände schütteln auf jeden Fall. Manche klopfen einem auch auf die Schulter. Leute, die Glück haben wollen, fassen einen an.

Passiert Ihnen das täglich?

Nein, nicht so oft. Vielleicht alle drei Wochen einmal. Aber dieser Glaube hat auch einen Hintergrund: Bevor es das Schornsteinfeger-Handwerk gab, gab es viele Brände durch die offenen Herde und Rauchabzüge. Erst als die Essen von den Schornsteinfegern gereinigt wurden, gingen die Brände zurück.

Ist es Ihnen unangenehm, dass die Leute Sie als Glücksbringer berühren wollen?

Nein, unangenehm ist es nicht. Wenn ich Kunden ein positives Gefühl vermittle, ist das gut. Und die Arbeit macht ja auch Spaß.

Wie feiert denn ein Schornsteinfeger Silvester?

In diesem Jahr mit ganz vielen Freunden.

Was halten Sie von anderen Glücksbringern wie dem vierblättrigen Kleeblatt oder dem Glücksschwein?

Ach, ich würde sagen, sie sind gleichwertig. Wenn man an den Glücks-Cent glauben will, ist das auch in Ordnung.

Glauben Sie selbst an solche Dinge?

Nein, ich bin nicht abergläubisch, ich bin eher Realist.

Interview: Mirja Weber

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