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"Das Spritzenhaus ist für uns ein Denkmal"

Wendeburg "Das Spritzenhaus ist für uns ein Denkmal"

Wendeburg. Erst war es Feuerwehrhaus, zeitweise beherbergte es den Leichenwagen und dann wurde es Arrestzelle: Eine wechselvolle Geschichte hat das alte Wendezeller Spritzenhaus. Nun hat es die Gemeinde Wendeburg dem Förderverein der Jugendfeuerwehr Wendeburg-Kernort zur Verfügung gestellt.

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Dirk Schäfer, Vorsitzender des Fördervereins der Jugendfeuerwehr Wendeburg-Kernort, vor dem Spritzenhaus, das nun als Lagerhalle genutzt wird.

Quelle: im

„Für uns Wendezeller ist das Haus ein Denkmal - wie für die Zweidorfer die Mühle“, sagt Dirk Schäfer. Er ist Vorsitzender des Fördervereins der Jugendfeuerwehr Wendeburg-Kernort, Mitglied in der Feuerwehr und war früher Ortsbrandmeister in Wendezelle.

Gebaut wurde das alte Spritzenhaus, das am Wendezeller Ring steht, im Jahr 1890. „Es beherbergte auch noch den Leichenwagen“, weiß Schäfer zu berichten. Später sei es zur Arrestzelle geworden, in der auch einmal jemand zur Ausnüchterung gesessen habe. Allerdings nicht allzu lange: Dem Gefangenen gelang es, zu türmen - über den Schlauchturm.

Im Jahr 1996 zog die Jugendfeuerwehr Wendezelle in das alte Spritzenhaus ein, mitsamt Fahrzeug und Spinden. Inzwischen sind die jungen Wendezeller Brandbekämpfer infolge der Zusammenlegung der drei Ortswehren Wendeburg, Zweidorf und Wendezelle in der Jugendfeuerwehr Wendeburg-Kernort aufgegangen, und in das neue Feuerwehrhaus am Meierholz umgezogen. Aus dem Spritzenhaus ist nun eine Lagerhalle geworden, nicht nur für die Jugendfeuerwehr, sondern auch für Wendezeller Vereine. „Ende vergangenen Jahres hat der Förderverein das Haus von der Gemeinde für die Jugendfeuerwehr in Obhut bekommen“, schildert Schäfer.

Nun lagert dort etwa die Kletterwand für die Wettbewerbe der Jugendfeuerwehr, aber auch die Girlanden für das Volksfest, die Getränke der Junggesellschaft, Tische und Stühle und das alte Geschirr aus dem Feuerwehrhaus. „Das Haus soll wegen der Ansicht erhalten bleiben“, sagt Hans-Werner Bussewitz von der Gemeinde Wendeburg. Daher sei es gut, dass ein Nutzer vorhanden sei.

Während die Wendezeller Schäfer zufolge sehr an dem alten Spritzenhaus hängen, weine dem ehemaligen Feuerwehrhaus, das nun verkauft werden soll, keiner eine Träne nach. Aber das Spritzenhaus gehöre zum Dorfbild dazu: „Wie die Kastanien, die vor über hundert Jahren ein Gärtner für seine große Liebe gepflanzt hat.“

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