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Bürgerversammlung zur Fusion: „Ausscheren Vecheldes ist unrealistisch“

Vechelde Bürgerversammlung zur Fusion: „Ausscheren Vecheldes ist unrealistisch“

Vechelde. „Enttäuschend“ nannte Vecheldes Bürgermeister, Hartmut Marotz (SPD), die Bürgerversammlung zur möglichen Kreisfusion am Mittwochabend in der Vechelder Schulmensa.

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Dr. Detlef Buhmann trug die bekannten Punkte zu den Fusionsbestrebungen des Landkreises Peine in Vechelde vor. Etwa 50 Gäste verfolgten den Vortrag.

Quelle: mir

Etwa 50 Zuhörer waren gekommen, darunter überwiegend Politiker und Mitarbeiter der Verwaltung, um sich vom Kreisrat für Soziales, Dr. Detlef Buhmann, über den aktuellen Verhandlungsstand zu informieren. Doch die erhofften Antworten auf die zahlreich gestellten Fragen blieben aus.

Buhmann hatte die bekannten Punkte zu den Fusionsbestrebungen vorgetragen. Dass man gar nicht zum Kern der Angelegenheit vorgedrungen sei, kritisierte Bürgermeister Marotz. „Die Frage ist doch: Warum müssen wir überhaupt fusionieren?“, sagte der Verwaltungschef. Seiner Meinung nach sei dies nicht zwingend notwendig. „Landkreise können nicht pleite gehen.“ Stattdessen sei eine Aufgabenkritik angebracht, ebenso die Vermeidung von Mehrausgaben. „So könnten wir uns Zeit lassen“, erklärte der Bürgermeister. Auch der derzeitige Gesprächspartner Hildesheim verliere Einwohner - in dieser Hinsicht mache ein Zusammenschluss keinen Sinn. Vorteile für die Bürger - bis auf mehr Bürgernähe durch Aufgabenverlagerung in die Gemeinden - habe er nicht gehört.

Buhmann antworte mit Gegenfragen: „Wollen Sie Gifhorner oder Wolfenbüttler werden?“, zielte er auf den Vechelder Ratsbeschluss ab, sich bei einer Fusion mit Hildesheim den Kreisen Wolfenbüttel oder Gifhorn anzuschließen. Mit beiden gebe es keine gemeinsame Gemeindegrenze, zudem hätten die Landkreise kein Interesse daran, die Vechelder Schulen zu erhalten. Das Ausscheren Vecheldes sei unrealistisch. „Vechelde wäre eine Enklave. Dass das Land das mitträgt ist aus unserer Sicht ziemlich unwahrscheinlich. Das Land orientiert sich an Beschlüssen des Kreistages und nicht an denen der Gemeinden.“

Was mit dem öffentlichen Personennahverkehr und den Krankenhäusern im Falle einer Fusion mit Hildesheim werde, wollten Zuhörer wissen. Hier erklärte Buhmann, man müsse etwa Bürgertaxen entwickeln, um den ländlichen Raum nicht abzuhängen. Das Klinikum Peine müsse zur Standortsicherung erhalten bleiben und der Landkreis Peine einen Fach- oder Hochschulableger bekommen. Auf wiederholtes Nachfragen hin erklärte Buhmann, eine Bürgerbefragung zur Fusion sei nicht völlig ausgeschlossen.

mir

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