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Bürgermeister-Ärger bei der SPD

Lengede Bürgermeister-Ärger bei der SPD

Lengede. Maren Wegener ist Fraktionsvorsitzende der Lengeder SPD im Gemeinderat - und will kommendes Jahr Bürgermeisterin werden. Die SPD dreht am Kandidaten-Karussell. Denn im selben Atemzug von Wegeners Nominierung wirft der Parteivorsitzende der Lengeder SPD, Frank Hoffmann, sein Amt hin.

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Wer zieht nächstes Jahr als Nachfolger von Bürgermeister Hans-Hermann Baas ins Lengeder Rathaus? Die SPD hat nun ihren Kandidaten nominiert - und damit für eine Überraschung gesorgt. Denn es ist eine Kandidatin, nicht der lange gehandelte SPD-Chef Frank Hoffmann.

Hans-Hermann Baas (SPD) sitzt seit 44 Jahren im Lengeder Rat, seit fast 30 Jahren davon als Bürgermeister der Gemeinde. Bei der Kommunalwahl im kommenden Jahr ist endgültig Schluss - aus Altersgründen. Das sorgt für einen handfesten Zwist bei der Lengeder SPD. Lange Zeit wurde Frank Hoffmann, der Vorsitzende der SPD Lengede, als Nachfolger gehandelt - nominiert wurde nun allerdings Maren Wegener. Sie ist Fraktionsvorsitzende der Sozialdemokraten im Lengeder Rat.

„Die SPD-Lengede macht sich für eine Frau an der Verwaltungsspitze stark“, heißt es in einer entsprechenden Pressemitteilung des SPD-Ortsvereins Lengede. Die Mitglieder hätten sich in einem klaren Votum für Wegener ausgesprochen. Sie sei eine „starke, engagierte und verwaltungserfahrene“ Kandidatin. Wolfgang Werner, Lengedes stellvertretender Bürgermeister, lobt: „Sie strahlt bodenständige Herzlichkeit aus. Sie ist jung, aber erfahren, und in jedem Fall ist sie immer nah dran am Bürger.“ Die designierte SPD-Kandidatin Wegener freut sich über das ausgesprochene Vertrauen: „Ich baue weiter auf die breite Unterstützung der Parteimitglieder, auf die ich mich schon als Fraktionsvorsitzende verlassen konnte.“ Ziel sei es, Lengede in eine „lebendige Zukunft“ zu führen und den schon „attraktiven Standort für alle Generationen weiterzuentwickeln“.

Weniger begeistert von der Entscheidung ist indes Frank Hoffmann, der bis zuletzt Vorsitzender der SPD Lengede war - und als sicherer SPD-Kandidat für die Baas-Nachfolge galt. Sein Rücktritt als Chef des SPD-Ortsvereins habe mit der Berufung von Wegener zu tun, bestätigt er auf Anfrage der PAZ. „Es ist ein offenes Geheimnis, dass ich mit der Kandidatur geliebäugelt und mich beworben hatte“, sagt Hoffmann. „Der Vorstand und jetzt auch die Mitglieder haben aber nunmal beschlossen, dass nicht ich es werden soll. Natürlich ist es enttäuschend, wenn man 30 Jahre für die Partei im Vorstand arbeitet und diese Chance dann nicht bekommt.“ Da der Vorsitzende der SPD Lengede auch den Wahlkampf koordiniert, sei er von diesem Amt zurückgetreten. „Es soll nicht so wirken, dass ich das nicht ordentlich mache, weil ich nicht nominiert wurde. Darum habe ich Platz gemacht“, sagt Hoffmann. Seine weiteren Mandate bleiben von der Entscheidung aber unberührt. „Ich bin aufrechter Sozialdemokrat. Und das bleibe ich auch.“ Hoffmann ist unter anderem stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD im Peiner Kreistag und Ratsvorsitzender im Gemeinderat Lengede.

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