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Bürger stellten Fragen zum Logistik-Zentrum

Harvesse Bürger stellten Fragen zum Logistik-Zentrum

Harvesse. Die Bürgerversammlung in Harvesse gestern Abend drehte sich nur um ein Thema: das geplante VW-Logistik-Optimierungszentrum. Mehr als 80 Interessierte kamen ins Dorfgemeinschaftshaus, um den Vertretern von VW drängende Fragen zu stellen.

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Bürgerversammlung: Vertreter von VW standen gestern zum Logistik-Zentrum Rede und Antwort.

Quelle: im

Eine 50000 Quadratmeter große, zwölf Meter hohe und 200 Meter lange Halle auf einem 150000 Quadratmeter großen Grundstück, dazu 300 Lastwagen und zwei Güterzüge pro Tag, die Fahrzeugteile für das Braunschweiger Volkswagen-Werk liefern und 200 Mitarbeiter, die im Drei-Schicht-Betrieb arbeiten - so umrissen Burkhard Hüsken, Logistik-Leiter im Braunschweiger VW-Werk, und seine Mitarbeiter die Planungen für das Logistik-Optimierungs-Zentrum bei Harvesse. Zwei Standorte sind möglich (siehe Hintergrund).

Den Einwohner der Ortschaft brannten viele Fragen unter den Nägeln, etwa zum Lärm. Der Güterzug solle nur unter der Woche und nur tagsüber fahren, mit einer Geschwindigkeit von sechs Kilometern pro Stunde, so Hüsken. Entladen werde in der Halle. Allerdings räumte der Logistik-Leiter ein, könne es zu Rangiertätigkeiten beim Entladen kommen. Der Parkplatz für die Lastwagen solle an der Straße, hinter der Halle entstehen - um den Lärm abzuschirmen. Die Beleuchtung solle auf ein Minimum reduziert werden.

Erhöhten Lastwagen-Verkehr durch die Ortschaft bei Stau auf der A 2 schlossen die VW-Vertreter aus: „Die Lastwagen fahren heute auch so - sie müssen nach Braunschweig zum Werk. Es wird also keine Veränderung geben.“

Auch auf andere Standorte wurde eingegangen: Ein solcher südlich der Autobahn wurde ausgeschlossen. Das Problem: Der Höhenausgleich des Bahngleises. Und hinter dem Kiesteich behinderten Strommasten den Bau.

Ausführlich und überwiegend sachlich wurde diskutiert, auch wenn nicht alle Fragen wie etwa zu den Steuereinnahmen für die Gemeinde beantwortet wurden. Pastor Frank Wesemann hatte zu Beginn gemahnt: „Es geht nur um eine Halle und nicht um Leben oder Tod. Daran sollte eine Dorfgemeinschaft nicht zerbrechen, denn das ist es nicht wert.“ Dennoch: Die Stimmung war gemischt. „Die Harvesser müssen für Steuereinnahmen herhalten“, lautete ein Vorwurf. Aber es war auch zu hören: „Ich verstehe es eher als Chance für einen Bahnanschluss für Harvesse, als als Last für unseren Ort.“

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Zwei Standorte sind in der Diskussion

Zwei Standorte bei Harvesse sind für das Logistik-Zentrum im Gespräch: Der erste Standort an der A 2 liegt in einem Landschaftsschutzgebiet, zudem gibt es eine Wildunterführung, ein Wasserlauf müsste verlegt werden – diese Alternative wäre für VW aufwendiger. Der zweite Standort liegt an der Kreuzung der B 214 mit der L 321. Dort gibt es kein Landschaftsschutzgebiet, allerdings müsste der Bahnanschluss verlängert werden. Die Verhandlungen mit den Grundstückseigentümern laufen laut Logistik-Leiter „intensiv“. Es stehen noch aus: Gutachten zu Baugrund, Umwelt, Lärm, Raumverträglichkeit sowie verkehrstechnische Untersuchungen – die Zufahrt soll direkt hinter der Kreuzung von der L 321 erfolgen.

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