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Brandanschlag auf Kinderzimmer

Broistedt Brandanschlag auf Kinderzimmer

Das war knapp: Mitten in der Nacht hörte Marco Machate die Scheibe im Kinderzimmer seines vierjährigen Sohnes bersten. Er war sofort hellwach, sprang aus dem Bett und schaute nach. Ein Brandsatz lag auf dem Boden. Die Flammen züngelten sich schon an den ersten Gegenständen hoch.

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Der Brandsatz, den der mutmaßliche Täter in das Kinderzimmer geschleudert hat, hinterließ deutliche Spuren.

Quelle: PAZ

Lengede-Broistedt. Versuchten Dreifach-Mord wirft die Staatsanwaltschaft Hildesheim dem angeklagten 26-Jährigen vor. Der Prozess gegen den vermutlich psychisch kranken Mann beginnt am 10. Mai vor dem Schwurgericht in Hildesheim.

Der mutmaßliche Brandstifter hatte in der Nacht zu Fronleichnam gegen 4.30 Uhr einen Brandsatz in das Kinderzimmer des damals vierjährigen Jonas geschleudert. Die Eltern schliefen zwar, hatten aber ein Babyfon installiert, das über den Jungen wachen sollte. Über die Funkverbindung hörte Marco Machate das Bersten der Fensterscheibe.

„Er ist sofort aufgesprungen und rüber ins Kinderzimmer“, erzählt die Mutter des kleinen Jonas, Anja Machate, im Gespräch mit der PAZ. „Da schlugen schon die Flammen hoch. Mein Mann hat sich den Jungen geschnappt, und wir sind auf den Hof gelaufen.“ Die Rauchmelder, mit denen sich die Familie für den Fall der Fälle abgesichert hat, seien zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht losgegangen.

Weil die Feuerwehr so schnell alarmiert werden konnte, blieb der Brand auf das Kinderzimmer beschränkt. Beklemmend: Der „Himmel“ über Jonas Bettchen war von der Hitze der Flammen geschmolzen und tropfte auf das Kissen. Was passiert wäre, wenn die Eltern nicht zufällig wachgeworden wären, möchten sie sich lieber nicht vorstellen.

Ende November griffen die Ermittlungsbeamten der Polizei zu. Auf die Spur waren die Polizisten dem Mann über die Auswertung des Einzelverbindungsnachweises gekommen.

Im März 2009 hatte es einen Anruf gegeben, bei dem jemand viermal hintereinander „Schweinefamilie“ sagte und dann wieder auflegte. Es stellte sich heraus, dass der 26-Jährige mit der Familie gut bekannt ist: „2007 sind wir von Lebenstedt nach Broistedt gezogen“, sagt Machate. „Wir hatten nie Streit mit ihm, ich kann nichts Negatives über ihn sagen.“

Weil nach der Festnahme Zweifel an der geistigen Zurechnungsfähigkeit des Mannes bestanden, ist er seinerzeit im Landeskrankenhaus Moringen bei Northeim untergebracht worden.

Thorsten Pifan

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