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Bortfelder Kiesgrube: Brunnen für Knoblauchkröte

Wendeburg Bortfelder Kiesgrube: Brunnen für Knoblauchkröte

Bortfeld. Ein neues Laichgewässer findet sich in der Bortfelder Kiesgrube, der zahlreiche Kröten und Fröschen, besonders aber der seltenen und geschützten Knoblauchkröte zum Aufwachsen ihrer Kaulquappen dienen soll.

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Nabu-Mitglied Horst-Günter Meier am neuem Gewässer in der Kiesgrube.

Quelle: Anna Gröhl

Für rund 4000 Euro legte der Naturschutzbund (Nabu) einen rund elf Meter tiefen Brunnen in der Kiesgrube an. Aus diesem kann ab sofort mit einer Kraftstoffpumpe der angelegte Teich in der Kiesgrube immer wieder mit Wasser gefüllt werden. Das ist besonders wichtig für die geschützte Knoblauchkröte, erklärt Nabu-Mitglied Horst-Günter Meier: „Sie laichen vergleichsweise erst recht spät. Manchmal legen sie erst im August ihre Eier, deswegen reicht ein Gewässer, das nicht das ganze über gefüllt ist, hier nicht aus.“

Einen Teich gab es vor zwei Jahren bereits in der Grube, dieser verschwand aber nach dem Verkauf der Grube vom Landkreis an ein Unternehmen. „Die Grube wurde zum Befüllen freigegeben. Damals wurde der Teich einfach zugeschüttet“, erinnert sich Meier. Heute gilt für die Kiesgrube ein Verfüllstopp, nachdem bei einer Umweltverträglichkeitsprüfung die geschützte Amphibien-Art entdeckt wurde. Dennoch fehlte den Tieren bis dato ein Gewässer zum Laichen. Eine Umsetzung der Kröten stellte sich als schwierig heraus, da Knoblauchkröten sandigen und lockeren Boden brauchen. „Alle anderen Kuhlen in der näheren Umgebung stehen unter Wasser“, schildert der Experte. Aushebungen in der Grube brachten ebenfalls nicht den gewünschten Erfolg, da das Wasser wieder zu schnell versickerte. Sogar die Freiwillige Feuerwehr Bortfeld musste in der Vergangenheit bei Trockenheit aushelfen.

Nun soll der neue Brunnen den Tieren helfen. „Jetzt haben wir den rund einen Meter tiefen Teich mit Ton gebaut, damit das Wasser länger an der Oberfläche bleibt.“ Als nächstes steht die Bepflanzung des Laichgewässers an, sagt Meier: „Das muss schnell geschehen werden, da die weiblichen Kröten Eischnüre um die Pflanzen wickeln, die die Männchen befruchten.“ Eine Gruppe vom Nabu wird regelmäßig den Wasserstand des Gewässers prüfen. ag

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