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Blödsinn mit gesellschaftlicher Botschaft

Wendeburg Blödsinn mit gesellschaftlicher Botschaft

Meerdorf. Einmal ist keinmal - das trifft inzwischen auch auf das Kabarettisten-Brüderpaar Peter und Willi Podewitz zu: Zum zweiten Mal innerhalb von zehn Monaten ließen sie sich vom Meerdorfer „teatr dach“ verpflichten und mussten - des erwarteten Publikumsinteresses wegen - auf die Bühne des dem gemütlichen Scheunendachboden-Theaters gegenüberliegenden Gasthauses ausweichen.

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Nicht nur berufslustig, sondern außergewöhnlich humorbegabt: Willi und Peter Podewitz (im Bild) ließen das Publikum im „Alten Landhaus“ in Meerdorf vor Lachen beinahe überschnappen.

Quelle: cb

Und dort ging es dann beispielsweise wiederum um Fundamentalistinnen-Mode aus dem neuen „Burka-Katalog“ in „Schurkenstaat-Optik“ mit „Sehschlitzen aus Fliegengitter“ für den „Tunnelblick“, um Lästerei über Hobbygärtner oder die köstliche Lehrstunde über deutsche Grammatik und die Begriffsverknüpfung von „Futur 2 (vollendete Zukunft) und Hartz 4“.

Ob Fußball-Bundesliga im gestochenen Feuilletonisten-Sprech, Boulevard-Berichterstattung im N-24-Stil oder die Arbeit der „Wort-Kommission“, die klassischen Literatur verbieten will: Die Podewitzens sind keineswegs nur berufslustig, sondern außergewöhnlich humorbegabt. Sie beherrschen die Kunst, kompletten Blödsinn mit politischer oder gesellschaftlicher Botschaft bis zur Perfektion zu kombinieren.

Das alles klingt im Parkett so leicht wie deren Präsentation für die Künstler Schwerstarbeit ist.

Der Erfolg berechnet sich aus der ausgelassenen Stimmung im Publikum: Da wird laut aufgelacht, vor sich hin gegluckst, mit Szenenapplaus nicht gegeizt - und wer sein Publikum herausfordert, wundert sich nicht über dessen kreative Spontaneität, sondern pariert mit fröhlicher Schlagfertigkeit.

Mit Verve wechseln die Brüder die Perspektive, schnüffeln als Hunde über die Bühne, verfallen dabei in das Versmaß Shakespearscher Theatersprache und lassen das Publikum vor Lachen beinahe überschnappen. Trotzdem kommt das Publikum an der Verhängung der beliebten „Strafgedichte“ nicht vorbei und kugelt sich vor Vergnügen bei verbalem Diplom-Nonsens.

Durch fein dosierten Einsatz geistreicher brüderlicher Verbal-Kreativität gelingt es den beiden Publikumslieblingen, das hingerissene Publikum nach mehr als zwei Stunden aus dem Saal zu komplimentieren. Kompliment!

uj

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