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Biologen wiesen über 600 Pilzarten nach

Meerdorf Biologen wiesen über 600 Pilzarten nach

Meerdorf. Von 1988 bis 2012 untersuchten Klaus und Knut Wöldecke das Pilzvorkommen im Meerdorfer Holz. Nun wurde deren Ergebnisse im Heft „Beiträge zur Naturkunde Niedersachsens“ veröffentlicht.

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Prof. Hans Oelke, Klaus Bornstedt und Knut Wördecke präsentierten die Ergebnisse der Feldforschung.

Dabei machten Vater und Sohn einige bedeutende und bemerkenswerte Entdeckungen, wie Knut Wöldecke nun in einer Präsentation der Ergebnisse vorstellte - ohne seinen Vater, der im vergangen Jahr verstarb.

„Im Meerdorfer Holz gibt es nach bisherigem Kenntnisstand mehr als 600 Arten“, sagte Wöldecke, „davon stehen 100 auf der Roten Liste.“ Auf dieser stehen Pilze, die vom Aussterben bedroht sind.

„Die Artenvielfalt hier im Wald ist enorm und hat uns so wirklich überrascht“, führte Wöldecke weiter aus. Unter den Funden, die die beiden Pilzexperten in Meerdorf machen konnten, sind nicht nur sehr stark vom Aussterben bedrohte Arten wie der „Ufer-Filzröhrling“, sondern auch zwei Pilze, die bisher noch in keinem Wald in Niedersachsen gefunden werden konnten.

„Die ‚seltene Auenkohlenbeere‘ und der ‚verkannte Rötelritterling‘ sind Erstfunde hier im Meerdorfer Holz“, sagte Wöldecke.

Mit der Veröffentlichung der Forschungsergebnisse wird nun nicht nur der große Bestand der Pilze in Meerdorf deutlich - übrigens eine eigene Gattung im ökologischen System des Waldes und nicht zugehörig zu den Pflanzen - sondern gleichzeitig rufen die Biologen damit zum „überfälligen Ausweisen des Meerdorfer Holz als Naturschutzgebiet“ auf. Ein Prozess, den Professor Hans Oelke bereits vor Jahren in Gang brachte. Zu den neuen Ergebnissen der Pilzforschung resümierte er: „Eine wirklich erstaunliche Artenvielfalt, die zum ersten Mal intensiv erforscht wurde.“

Generell spricht das Ergebnis natürlich für den Zustand des Meerdorfer Holzes. Denn je mehr Arten der Roten Liste gefunden werden können, desto besser ist das Ökosystem intakt.

„Die Verbreitung von Pilzen hängt einfach von sehr vielen Faktoren ab“, erklärt der Pilzsachverständige Klaus Bornstedt.

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