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Bauernhausmuseum: Alles auf Anfang

Bortfeld Bauernhausmuseum: Alles auf Anfang

Bortfeld. „Es war ein herber Schlag“, sagt Wolfgang Brandes (CDU). Der Ortsbürgermeister in Bortfeld ist immer noch bewegt, wenn er vom Bauernhausmuseum spricht. Vor gut einem Monat ist es durch ein Feuer schwer beschädigt worden. Nun muss überlegt werden, wie es weitergeht.

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Das Bauernhausmuseum in Bortfeld – nach dem Brand vor gut einem Monat.

Quelle: cob

Während des Volksfestes passierte das Unglück: Ein Blitz schlug in den Dachfirst ein und wurde über ein Drahtgeflecht der Reet-Eindeckung fast über die gesamte Dachfläche geleitet. „Zum Glück hat es keinen Personenschaden gegeben“, sagt Brandes, der auch darüber erleichtert ist, dass das historische Gebäude durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr nicht abgerissen werden muss. Allerdings: „Wir haben uns gewundert, warum der Blitz ins Bauernhausmuseum eingeschlagen ist und nicht in die Kirche, die in direkter Nähe liegt und sehr viel höher ist“, schildert er. Vielleicht habe das nasse Reetdach den Ausschlag gegeben. Wie geht es nun weiter? Das ist eine Frage, die sich nicht nur Brandes stellt. Die ersten Aufräumarbeiten in und um das Gebäude sind abgeschlossen. Der Landkreis als Eigentümer des historischen Gebäudes hat mit den Fachbehörden und Gutachtern die weitere Vorgehensweise zur baulichen Wiederherstellung abgestimmt. „Zunächst muss das Gebäude austrocknen“, erläutert Kreissprecherin Katja Schröder das Vorgehen, „da bei den Löscharbeiten eine große Menge an Wasser eingetragen wurde und dieses sich in allen Bauteilen eingelagert hat. Als Trocknungszeitraum werden, je nach Wetterlage, etwa drei bis vier Monate veranschlagt.“ In nächster Zeit werde daher ein zusätzlicher Witterungsschutz über der Dachkonstruktion erstellt. Die vorbereitenden Maßnahmen dieser Konstruktion seien in der Abstimmung. Nicht absehbar seien derzeit die Kosten der Sanierung - erst müsse die Trocknung abgewartet werden, um anschließend den gesamten Sanierungs-Umfang zu ermitteln. „Die Versicherung hat den Schaden als Versicherungsfall anerkannt und die Übernahme der Kosten für die konkret anstehenden Arbeiten erklärt“, teilt Schröder mit. „Aufgrund der Einzigartigkeit des Gebäudes und des Schadens werden auch die zukünftigen Arbeiten im Einzelnen mit der Versicherung abgestimmt.“ Für die Bortfelder sei es eine sehr positive Nachricht, dass das Haus wieder aufgebaut und renoviert werde, so Brandes. Schon vor dem Feuer wurde das Museum fünf Jahre lang saniert - für knapp 1,5 Millionen Euro.

Zur Nutzung freigegeben war das Haus noch nicht, lediglich ein Raum sei kurz vor dem Brand für den Ortsheimatpfleger freigegeben worden, der dort Ausstellungen präsentieren wollte. Nun müssen die Bortfelder erneut darauf warten, dass ihnen das historische Gebäude offen steht. Vor allem kulturschaffende Vereine hatten darauf gehofft, in dem besonderen Ambiente des Hauses kleine Lesungen und Ähnliches anbieten zu können. Oder, wie der Ortsbürgermeister mit Galgenhumor erklärt: „Wir wären froh gewesen, wenn es fertig geworden wäre - leider ist etwas dazwischen gekommen.“ Jetzt sei die Hoffnung der Bortfelder, dass das Museum so schnell wie möglich instand gesetzt werde.

mir

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