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Baas kontert Klingebiel: „Eine solche feindliche Übernahme lehnen wir ab!“

Lengede Baas kontert Klingebiel: „Eine solche feindliche Übernahme lehnen wir ab!“

Lengede. Für mächtig Wirbel in der Fusions-Debatte hat Salzgitters Oberbürgermeister Frank Klingebiel (CDU) mit der Vorstellung seines Drei-Zentren-Modells gesorgt, das unter anderem die Eingemeindung der Gemeinde Lengede in die kreisfreie Stadt Salzgitter vorsieht (siehe auch Seite 10). „Eine solche feindliche Übernahme lehnen wir ab!“, sagt Lengedes Bürgermeister Hans-Hermann Baas (SPD).

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Das Rathaus in Lengede: Auch hier wird über mögliche Fusionen debattiert.

Quelle: mu

Nach Einschätzung des Lengeder Verwaltungs-Chefs würde ein solches Modell nur der Stadt Salzgitter nützen, die Gemeinden in der Fläche würden hinten runter fallen. So seien beispielsweise die Möglichkeiten der politischen Einflussnahme in einem solchen Gebilde für die Lengeder kaum noch gegeben. „Klingebiel geht es letztlich nur darum, mit einer Eingemeindung mehr Fläche zur Entwicklung der Stadt Salzgitter zu bekommen. Und die Richtung dieser Entwicklung würden dann natürlich die Stadtverwaltung oder die Großkonzerne vorgeben“, sagt Baas. „Wir Gemeinden müssen solchen Plänen jetzt auch mal deutlich widersprechen.“

Der Verwaltungs-Chef unterstreicht, dass es derzeit für Lengede keinen Fusionsdruck gebe, die Gemeinde jedoch einen Gemeindeverband brauche, um leistungsstark zu bleiben. Er fühle sich im „familiären“ Landkreis Peine wohl, könnte sich aber auch eine Vergrößerung des Kreisgefüges vorstellen. „Denn dann könnten einige Aufgaben wieder dorthin zurückgeführt werden, wo sie hingehören - nämlich vor Ort in die Gemeinden“, sagt Baas. Als Beispiele nannte er bereits vor Wochen etwa die Kfz-Zulassung, Baugenehmigung oder soziale Ansprechpartner.

Neben der übergeordneten Fusions-Debatte auf Kreisebene hatte der Lengeder Bürgermeister vom Rat noch den Auftrag erhalten, mit benachbarten Kommunen über einen Zusammenschluss zu sprechen. Die Vechelder hatten seiner Fusions-Anfrage jedoch eine deutliche Absage erteilt. Begründung: Die Gemeinde Vechelde sei auch allein stark genug. Einen Zusammenschluss mit den fusionswilligen Gemeinden Ilsede und Lahstedt werde es mittelfristig auch nicht geben, erklärte Baas. Eine mögliche Variante sei jedoch ein Zusammenschluss mit Söhlde, gerade auch wenn es auf Kreisebene eine Fusion zwischen Hildesheim und Peine geben würde.

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