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Autarke Energie-Siedlung wird entwickelt

Wierthe Autarke Energie-Siedlung wird entwickelt

Wierthe. Ausreichend erneuerbare Energie, Nahrung, Wasser, Arbeitsplätze, Bildungsangebote und eine gute Infrastruktur für ein kleines Dorf:

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Stellten das Projekt „Integrierte Energie-Siedlung Wierthe“ vor (v.l.): Thomas Schellhorn, Nasir El Bassam, Holger von Dewitz, Barbara Mai und Frank Ziegeler.

Quelle: mic

Wierthe. Mit der „Integrierten Energie-Siedlung Wierthe“ bei Vechelde haben das Internationale Forschungszentrum für erneuerbare Energien (Ifeed), die Firma Ziegeler Solartechnik und die Gemeinde Vechelde eine funktionierende Modellvariante eines autarken Lebensraums entwickelt, der überall auf der Erde Menschen eine Heimat, Schutz und Sicherheit vor Armut bieten könnte.

Zehn Jahre Forschungsarbeit liegen hinter dem Team von Ifeed-Chef Professor Dr. Nasir El Bassam. Im Auftrag der UN wurde nun die Entwicklung von Planungsunterlagen für Integrierte Energie-Siedlungen abgeschlossen und in Wierthe ein praktisches Beispiel zum Laufen gebracht. Erstmals überhaupt sei es gelungen, ein vollständig autarkes System in Betrieb zu nehmen, das sogar mehr Strom erzeugt als verbraucht. El Bassam spricht von einem „Vorzeigeprojekt aus Niedersachsen für die ganze Welt.“

Auf dem 4,5 Hektar großen Gelände des Solarparks weiden zwischen den Fotovoltaikmodulen Schafe. Es gibt Pferde, eine Bienenzucht, eine 5000 Quadratmeter große Streuobstwiese, einen Brunnen und sogar eine solarbetriebene Entsalzungsanlage, die hier zwar nicht benötigt, aber für den Einsatz beispielsweise in Afrika getestet wird. Die Energie für die auf dem Gelände ansässigen zwölf Betriebe mit 50 Mitarbeitern und die dort lebenden zwei Familien wird über Sonnenenergie selbst erzeugt, zusätzlich wird Biomasse verarbeitet und ein Blockheizkraftwerk betrieben.

Um die Technik kümmert sich Frank Ziegeler, der das Gelände mit seiner Firma 2009 von Nordzucker übernommen hat. Mit dem Ifeed, das seinen Sitz ebenfalls auf dem Gelände hat, haben sich offenbar zwei perfekt zueinander passende Partner gefunden. Das Besondere an der Anlage in Wierthe: Bis heute wurden weltweit rund zehn ähnliche Anlagen erstellt. Allerdings, so El Bassam, hätten sich diese lediglich auf Teilaspekte konzentriert und ausschließlich die Trinkwasser- oder die Lebensmittelproduktion in den Fokus gerückt.

Mit dem nun entwickelten Konzept ließen sich nun Energie-Siedlungen planen, in denen bis zu 15 000 Menschen leben. El Bassam spricht von einem wegweisenden Plan zur nachhaltigen Entwicklung ländlicher Räume, der auch gegen Armut und Flucht helfen könne.

Das Ifeed wünscht sich, dass sein Projekt nun sukzessive bekannt wird und hofft zudem auf Fördermittel, um zur Realisierung weiterer Siedlungen Personal einstellen zu können.

mic

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