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Auge in Auge mit wilden Tieren

Spezial: NABU Artenschutzzentrum Leiferde Auge in Auge mit wilden Tieren

Leiferde. Für alle, die in diesem Sommer Urlaub auf „Balkonien“ oder in „Bad Meingarten“ machen, gibt es auch in der Region viele schöne Ziele, die einen Ausflug wert sind. Gar nicht weit weg ist das NABU Artenschutzzentrum in Leiferde (Kreis Gifhorn), das ein informatives Ausflugsziel auch für den kleinen Geldbeutel darstellt.

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Das Artenschutzzentrum ist eine staatlich anerkannte Betreuungsstation für Wildtiere.

Quelle: taw

PAZ-Mitarbeiterin Tanja Wosnitza war vor Ort und hat sich das idyllische Areal einmal näher angeschaut.

Schon beim Aussteigen aus dem Auto wird man von Vogelstimmen begrüßt. Später beim Rundgang stellt sich heraus, dass das muntere Geplapper zu Papagei „Herrn Müller“ gehört, der die Besucher unterhält. Er wohnt in direkter Nachbarschaft zu „Elli“, einem 40 Jahre alten Graupapagei, in einer großen Voliere.

Das Artenschutzzentrum beherbergt nicht nur heimische Tierarten: „Wir sind auch Auffangstation für verletzte, beschlagnahmte oder ausgesetzte, exotische Tierarten“, erklärt Bärbel Rogoschik, Leiterin des Zentrums. So findet man neben den zahlreichen, aus der hiemischen Natur bekannten Tieren auch Riesenschlangen sowie Wasser- und Landschildkröten.

Besucher haben die Möglichkeit, einem Rundgang zu folgen. Kleine und bunt angemalte, hölzerne Eulen weisen den Weg. Unterwegs erfährt man viele interessante Dinge über die Wildtiere in den Volieren. Dabei kann es durchaus passieren, dass der Besucher das eine oder andere Tier nicht zu Gesicht bekommen wird. Rogoschik erklärt: „Bei uns steht das Wohl der Tiere an vorderster Stelle. Daher bekommt jedes die Gelegenheit, sich zurückzuziehen.“

Manchmal muss man auch einfach ein bisschen genauer hinsehen. Als Tipp gibt Rogosschik mit auf den Weg: „Beim Waldkauz schauen Sie am besten beim großen Holunder genauer hin.“ Und tatsächlich - ganz oben im dichten Gestrüpp lässt sich das Gefieder ausmachen.

Etwas mutiger sind da die Rabenvögel. Während ein Kolkrabe in einer großen Rundflugvoliere seine Muskeln für die Auswilderung trainiert, kommt eine Nebelkrähe ganz dicht an den Zaun und begrüßt mit krächzender Stimme.

Überall auf dem Gelände gibt es Holztafeln in Form von Eulen, deren Flügel sich hochklappen lassen. Darunter verbergen sich Informationen zu den verschiedenen Tierarten. Unter anderem kann man bei den „Klapper“-Störchen erfahren, dass es nur noch wenige Flächen gibt, die ihren natürlichen Lebensraum bilden. Daher ist auch die Population zurückgegangen.

Und unterwegs kann ganz nebenbei noch etwas gelernt werden: Das Gelände bietet nicht nur aufgenommenen Tieren ein Zuhause. Viele Tiere sind von sich aus gekommen, weil sie die Naturbelassenheit schätzen. Das zeigt sich darin, dass Weinbergschnecken den Weg kreuzen und vor dem Insektenhotel eifrig gesummt wird.

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