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Auf der Suche nach dem "Autobahngold"

Wendeburg Auf der Suche nach dem "Autobahngold"

Zweidorf. Den Begriff „Autobahngold“ verbinden Blumenfreunde mit dem „schmalblättrigen Greiskraut“, einer gelben Blume, die sich an deutschen Autobahnen ausgebreitet hat. Polizeihauptkommissar Gerhard Benneckenstein von der Braunschweiger Autobahnpolizei widmet sich einer Kriminalitätsblüte gleichen Namens: Unechtem Schmuck, der zuweilen auch an der Raststätte Zweidorfer Holz Süd angeboten wird.

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Durchsuchung: Die Polizeibeamten sind auf der Suche nach sogenanntem „Autobahngold“, unechtem Schmuck.

Quelle: cb

„Kommissar Zufall“ hat den zivil gekleideten Beamten auf Kontrollfahrt an einer düsteren Stelle des Pkw-Parkplatzes auf einige Männer aufmerksam gemacht, die offenbar über etwas verhandeln. Benneckensteins dienstliches Interesse ist geweckt, das wortreiche Abwiegeln der Männer bestärkt seine Neugier. Lange dauert die Suche in der Luxuskarosse mit britischer Zulassung nicht, bis der Polizist hat, wonach er sucht: Ringe, unterschiedliche Ketten in kleinen Plastiktütchen: Autobahngold.

Weitere Routinearbeit ergibt: die Reisenden stammen aus Rumänien, sind behördlich bekannt, das benutzte Luxus-Auto in Großbritannien zwar zugelassen, aber nicht versichert. Das Anbieten sei nach verschiedenen Gesetzen bereits strafbar, ein Weiterverkauf durch das Opfer übrigens auch, erklären die Polizisten und nehmen die Verdächtigen zur Vernehmung mit.

Die Verkaufsmasche der Täter sei meist dieselbe, warnt Benneckenstein. Ein Fremder schildere wortreich und dramatisch dem künftigen Opfer eine finanzielle Notlage, wie fehlendes Benzin oder eine Panne. Um an das nötige Bargeld zu kommen, würde man sich schweren Herzens von Teilen des Familienschmucks trennen und für günstiges Geld verkaufen. Identisch, so der Beamte, sei stets das „einmalige Angebot,“ schwere Ringe oder wertvoll scheinende Ketten, in denen sich oft sogar gefälschte Stempelaufdrucke als angebliches Echtheitszertifikat befinden, für äußerst günstige Preise abzugeben. Die Polizisten staunen, wie oft die Betrüger mit dieser Masche erfolgreich seien.

Übrigens: Das „schmalblättrige Greiskraut“ indessen dürfe bedenkenlos gepflückt und den Lieben daheim geschenkt werden.

uj

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