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Asylanten: Wohnräume werden gesucht

Vechelde Asylanten: Wohnräume werden gesucht

Vechelde. Vor einer großen sozialen Aufgabe steht jetzt die Gemeinde Vechelde: Bis Ende September müssen 78 Asylbewerber in eigens dafür vorgesehene Wohnungen untergebracht werden. „Asylanten- und Wohnheime haben wir nicht.

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78 Asylbewerber sollen bis ende September in die Gemeinde Vechelde kommen.

Quelle: dpa

Vechelde. Die Personen werden Wohnungen beziehen, die der Gemeinde oder Privatpersonen gehören“, stellte Bürgermeister Ralf Werner beim Ausschuss für Kultur, Sport und Soziales klar. Es besteht aber noch zwingender Bedarf an Unterkünften, es wird nach geeigneten Objekten auf dem Immobilienmarkt gesucht.

Doch wieso kümmert sich die Gemeinde um die Unterbringung? Das wurde über einen öffentlich-rechtlichen Vertrag mit dem Landkreis Peine geregelt. In diesem steht, dass Vechelde für die Organisation der Aufnahme und die Unterbringung von Asylbewerbern einschließlich Wohnraumbeschaffung zuständig ist.

Seit Anfang 2014 haben insgesamt 48 Einreisende Vechelde erreicht, 18 Personen davon haben die Gemeinde wieder verlassen. Zur Zeit kümmert sich die Gemeinde um 55 Asylbewerber und zehn anerkannte Flüchtlinge. Die Einreisenden kommen aus Syrien (11 Personen), Iran (2 Personen), Libanon (5 Personen), Mazedonien (21 Personen), Kosovo (5 Personen), Serbien (16 Personen) und Bosnien und Herzegowina (4 Personen). „Viele Asylbewerber, die aus der Balkanregion kommen, werden aber nicht anerkannt und müssen früher oder später wieder zurück in ihr Land“, erklärte Werner. Insofern gehe er davon aus, dass auch einige der derzeit untergebrachten Asylbewerber bald wieder ausreisen und so wieder Platz für die Aufnahme von weiteren Personen schaffen. „Aussicht auf Erfolg des Asylantrags und einen Aufenthaltstitel haben fast ausschließlich Staatsbürger aus dem ‚mittleren Osten‘“, schildert Werner.

Laut Gisela Endlich, der ehrenamtlichen Asylbewerberbeauftragten, sind die Einwanderer ruhig und bereiten ihr keine Probleme. „Wenn die Personen in ihrer Unterkunft ankommen, gebe ich ihnen etwas Zeit. Anschließend fahren wir mehrfach einkaufen, zum Arzt, zu Behörden, sprechen mit den Nachbarn und besuchen verschiedene Vereine“, erklärt sie. Ihr größtes Anliegen: Die Kinder der Familien zu integrieren. „Das klappt soweit auch sehr gut“, freut sich Endlich. Ein Problem sei aber die Mobilität. Busse führen nicht immer von allen Ortschaften in den Kernort und daher sei man auf Fahrräder angewiesen, die es aber noch nicht gibt. Außerdem würde sich Endlich über eine Entlastung durch Patenschaften sehr freuen.

mgb

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