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Anwohner verärgert über Bauvorhaben: „Vechelde wird zugepflastert“

Vechelde Anwohner verärgert über Bauvorhaben: „Vechelde wird zugepflastert“

Vechelde. Auf Widerstand der Anwohner stoßen die Pläne der Vechelder Verwaltung, am „Echoberg“ Bauland für ein zweigeschossiges Gebäude für Seniorenwohnungen sowie zwei Einfamilienhäuser auszuweisen.

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Michael Knigge zeigt vom „Echoberg“ aus, wo die Bauplätze für Seniorenwohnungen und Einfamilienhäuser entstehen sollen.

Quelle: mir

Michael Knigge, Anwohner des Kiefernwegs, spricht von einer regelrechten „Bauwut“ in Vechelde. Er hat Bedenken wegen der Bauvorhaben: „Die Kanalisation hier ist knapp bemessen“, sagt er. Mehrfach habe sein Keller bei Starkregen unter Wasser gestanden. „Der Wasserverband hat auf Nachfrage erklärt, dass er keine Zustimmung erteilen würde, noch weitere Grundstücke an die Kanalisation anzuschließen“, erklärt der 41-jährige Vertriebsleiter für eine Kreditkarten-Gesellschaft. Zudem fielen mit der Bebauung weitere Versickerungsflächen weg. „Damit dürfte das Bauprojekt unlukrativ werden“, hofft er.

Vor allem ärgert sich Knigge über die geplanten Seniorenwohnungen. „Es wird nichts für die junge Generation getan. Es gab hier mal zwei Spielplätze, beide wurden abgerissen“, macht er seinem Frust Luft. „Stattdessen kommt ein Altenheim nach dem nächsten - das ist eine einseitige Entwicklungspolitik!“

Auch der Bolzplatz direkt neben dem Kindergarten Bullerbü sei nicht mehr zu nutzen: „Das ist Vecheldes größtes Hundeklo“, sagt Knigge. Um so trauriger sei es, wenn nun noch die Grünfläche rund um den „Echo-berg“ durch die Bebauung verloren gehe. Die Natur direkt vor der Haustür sei herrlich. „Vechelde wird zugepflastert, und dabei ist es so eine schöne Ecke hier“, bedauert er.

Auf seine Anfrage wegen der Spielplätze habe er seitens der Verwaltung keine Antwort erhalten, sagt der zweifache Vater. Doch zumindest habe der Vechelder Bürgermeister seinem zehnjährigen Sohn auf dessen Nachfrage hin zugesichert, dass der „Echoberg“ als Rodelberg erhalten bleiben solle.

Um den Erhalt des „Echobergs“ geht es auch Nachbarin Ina Lüken. „Wenn es schneit, ist halb Vechelde auf dem ‚Echoberg“, erzählt sie. Und selbst wenn dieser erhalten bleiben sollte, „wird er dann auch noch öffentlich zugänglich sein?“, fragt Lüken. Sie lehnt das Bauvorhaben daher ab: „Es ist eine der wenigen Flächen, wo die Natur noch unberührt ist“, sagt die 40-Jährige.

mir

Stellungnahme des Wasserverbands Peine

„Keine Beeinträchtigungen im dortigen Kanalnetz“

Die Gemeinde Vechelde bereite derzeit die Aufstellung eines entsprechenden Bebauungsplans vor, erklärt Sandra Ramdohr, Sprecherin des Wasserverbands Peine. Erst danach könnten entsprechende Bauprojekte dort entstehen und in die Antragsstellung gehen. Im Zuge der B-Plan-Aufstellung durch die Gemeinde würde der Verband als Träger öffentlicher Belange beteiligt und entsprechend zu möglicher Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung die Planungen kommentieren. „Wir prüfen bei solchen Anträgen immer genau, wie viel Anschlüsse beziehungsweise Durchflussmengen anzusetzen sind, wo und wie ans Netz angebunden werden soll oder könnte und wie sich diese neuen Nutzer auf das System auswirken würden. Somit sind pauschale Aussagen vorab anhand des jetzigen Infostands nicht zu treffen“, so Ramdohr. Sie ergänzt: „Übrigens haben wir keine Beeinträchtigungen im dortigen Kanalnetz, wie es anscheinend einige Anwohner vermuten.“

mir

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