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„An unserer Schule herrscht kein Gewaltklima“

Vechelde „An unserer Schule herrscht kein Gewaltklima“

Bestürzt und betroffen haben Schüler und Lehrer auf einen Vorfall auf dem gemeinsamen Schulhof der Haupt- sowie der Grundschule Vechelde reagiert: Dort war ein neunjähriger Grundschüler von drei Hauptschülern schwer verprügelt worden. Die PAZ schildert, wie die Schulen mit dem Vorfall umgehen.

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„An unserer Schule muss keiner Angst haben“: Schülvertreter Denis Tüzün (v.l.), Grundschulleiterin Martina Pausewang, Schülervertreterinnen Julia Jovanovic und Vanessa Ahrend sowie Hauptschulleiterin Sabine Wenzel.

Quelle: web

Vechelde . „Die Schulleitung hat sofort reagiert“, sagt Sabine Wenzel, Leiterin der Albert-Schweitzer-Hauptschule. Anfang Oktober hatte sich eine Mutter an die PAZ gewandt und einen Vorfall geschildert, bei dem ihr neunjähriger Sohn, Schüler der Vechelder Grundschule, von drei Hauptschülern auf dem Schulhof verprügelt wurde, nachdem er mit einem weiteren Grundschüler einen Wrestling-Kampf nachgestellt hatte. „Die Schwester des einen Kindes hat gedacht, dass es sich um einen Kampf handelt und sie zur Hilfe kommen muss“, schildert Grundschulleiterin Martina Pausewang.

Sofort nach dem Vorfall seien die drei betroffenen Hauptschüler aus dem Unterricht genommen worden: „Sie mussten ein Protokoll darüber schreiben“, sagt Wenzel. Auch die Grundschüler hätten ein Protokoll geschrieben.

„Dann haben wir die Schüler von ihren Eltern abholen lassen“, so die Hauptschulleiterin. „Die Schüler waren sehr betroffen und geschockt über ihr eigenes Verhalten.“ Mit den Eltern seien intensive Gespräch geführt und die Schüler für den Rest der Woche vom Unterricht ausgeschlossen worden.

Zudem seien bei einer Klassenkonferenz mit den Schüler- sowie den Elternvertretern der Klasse, den Erziehungsberechtigten und allen Lehrern der betroffenen Schüler weitere pädagogische Maßnahmen beschlossen worden. „Die drei Hauptschüler mussten sich bei dem betroffenen Kind offiziell entschuldigen“, schildert Wenzel. „Außerdem müssen sie ihr Unterrichts- und Pausenverhalten aufschreiben.“

Auch die Albert-Schweitzer-Grundschule hat Konsequenzen gezogen: „Die Aufsicht wurde verstärkt. Auch nach dem Klingeln bleibt die Pausenaufsicht auf dem Schulhof – so lange, bis das letzte Kind in der Klasse ist“, schildert Pausewang. „Das war früher eine Grauzone.“ Zudem solle in der Schulordnung das Verbot von Wrestling-Spielen verankert werden.

web

Das sagt die Schülervertretung

„Wir fanden es schade, dass unsere Schule durch einen solchen Vorfall in den Dreck gezogen wird“, sagt Vanessa Ahrend von der Schülervertretung der Hauptschule Vechelde. „Es waren drei Schüler unserer Schule, aber nicht die ganze Schule“, betont Julia Jovanovic. Und Denis Tüzün ergänzt: „Wir fühlen uns sicher. An unserer Schule muss keiner Angst haben.“

Im Gegenteil, die Zusammenarbeit mit der Grundschule funktioniere gut, betonen die drei 17-Jährigen. Zudem gebe es zahlreiche Projekte, die sich mit Problem- und Konfliktlösung befassen. „An unserer Schule herrscht kein Gewaltklima“, sind sich die drei Schülervertreter einig.

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