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Als die Amerikaner nach Meerdorf kamen

Meerdorf Als die Amerikaner nach Meerdorf kamen

Meerdorf. Der Heimatverein Meerdorf berichtet in der jüngsten Ausgabe der Dorfzeitung „Meerdorfer“ darüber, wie die Bürger das Ende des Zweiten Weltkriegs vor 70 Jahren erlebt haben. Die PAZ gibt Auszüge daraus wieder.

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Ähnlich wie hier in Frauwüllesheim (Nordrhein-Westfalen) hat der Einmarsch der Amerikaner wohl auch in Meerdorf ausgesehen. Originalfotos sind vermutlich nicht vorhanden.

Quelle: oh

Meerdorf. Einige Sachverhalte wurden durch Erzählungen weitergetragen, andere sind noch durch eigenes Erleben in Erinnerung. Mitglieder des Heimatvereins haben Interviews geführt. Eine wahre Fundgrube sind Aufzeichnungen des Gemeindedieners und späteren Bürgermeisters Wilhelm Walkling. Aber auch ein amerikanischer Soldat hat die „Eroberung“ Meerdorfs in seinem Kriegstagebuch festgehalten.

Wie auch andernorts wurden im Meerdorfer Holz in den letzten Kriegstagen gewaltige Baumstämme für Panzersperren geschlagen. Doch in der Nacht zum 10. April 1945 - noch vor dem Eintreffen der Amerikaner - wurden alle Barrikaden wieder abgerissen.

Laut Tagebuch von Walkling wurde am Kirchturm ein Bettlaken als weiße Fahne gehisst. Walkling brachte die Fahne mit Hilfe des siebzehnjährigen Günter Meier auf den Kirchturm. Dieser hatte zuvor beobachtet, wie sich deutsche Offiziere in Richtung der nahe gelegenen Autobahn aus dem Staub machten. Ihren Pkw ließen sie in Meerdorf stehen.

Hartwig Nolte war damals 15 Jahre alt und beobachtete gemeinsam mit anderen Schaulustigen die amerikanischen Soldaten. Als unvermittelt mit einem Geschütz gefeuert wurde, erschrak er so sehr, dass er mit einer Hechtrolle Zuflucht im Flur einer benachbarten Schlachterei suchte - über andere Menschen hinweg, die sich dort bereits aufhielten.

Anneliese Schaprian erinnert sich, was sie als 13-Jährige beobachtet hat: Als die Amerikaner sich von Duttenstedt aus näherten, wurden sie von deutschen Tieffliegern beschossen. Sie flüchtete in einen Keller voller Schuhe. Diese waren von einem Peiner Schuhgeschäft aus Angst vor Bombenangriffen ausgelagert worden.

rd

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