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Alle Schulformen unter einem Dach

Lengede Alle Schulformen unter einem Dach

Lengede. In der Schullandschaft hat sich in den vergangenen Jahren viel verändert. Welche Schulformen, Inhalte und pädagogischen Ansätze es aktuell im Landkreis Peine gibt, greift die PAZ in dieser Serie auf.

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Sind vom IGS-Schulsystem überzeugt (v.l.): Lengedes IGS-Schulleiter Jan-Peter Braun, Didaktische Leiterin Kerstin Jasper und stellvertretender Direktor Hans Knobel.

Quelle: mgb

Lengede. Alle Abschlüsse an einer Schule erreichen - das ist an den Integrierten Gesamtschulen im Kreis Peine möglich. Am Beispiel der IGS Lengede erklären Schulleiter Jan-Peter Braun, Didaktische Leiterin Kerstin Jasper und stellvertretender Direktor Hans Knobel die Vorteile gegenüber der ganztägigen Schulform.

Die ersten sieben Gesamtschulen wurden in Niedersachsen vor 44 Jahren gegründet. Dementsprechend handele es sich nicht mehr um einen Versuch, sondern um eine etablierte Schulform, wie Braun im Gespräch mit der PAZ betont. Hintergrund für die Gründung von Gesamtschulen war die Idee der Chancengleichheit und der Individualisierung des Lernens. Dazu sollte die Trennung des dreigliedrigen Systems aufgehoben werden, damit alle Schüler - ob leistungsstark oder nicht - gemeinsam im Klassenverband lernen können. Von Jahrgang fünf bis mindestens zehn sollen die Sprösslinge beisammen bleiben - das Abschulen ist nicht möglich, und Sitzenbleiben nur in Ausnahmefällen.

Doch wie soll das Funktionieren, wenn die Schüler für die weiterführende Klasse zu große Wissenslücken haben? Der Schulleiter erklärt: „In unseren Lehreinheiten werden die Schüler unterschiedlich gefordert.“ Es gibt individuelle Aufgaben, die in der Schulzeit abgearbeitet werden sollen. Hierbei werden gezielt Schwächen aufgearbeitet. „Kinder dauerhaft zu überfordern oder zu unterfordern ist eine der größten Sünden unseres Bildungssystems.“

Der Unterricht an der IGS ist individuell gestaltet. Es gibt einen gemeinsamen Lehr-Teil, bei dem der Klassenverband an einem Thema arbeitet, zusätzlich gibt es einen individuellen Teil, bei dem jeder Schüler - ob alleine oder in einer Gruppe - vorgegebene Themen ausarbeiten soll. „Täglich gibt es eine Stunde mit dem Titel „eigenverantwortliches Lernen“. Hierbei bearbeiten die Kinder in einem bestimmten Zeitrahmen Aufgaben auf unterschiedlichen Anspruchsebenen in Eigenregie. Abgerundet wird der Lernalltag durch Projekte, Themenwochen und Ähnliches (mehr dazu im Kasten auf der rechten Seite).

Übrigens: Um den Kindern die Möglichkeit zu geben, ihren Leistungsstand genau nachvollziehen zu können, werden am Ende jedes Halbjahres anstelle von Ziffernzeugnissen Lernentwicklungsberichte ausgehändigt. Darin wird in detaillierter Form aufgeschlüsselt, was die Schüler beherrschen und worin sie noch Schwächen haben. Der Schulleiter erklärt: „Hat eine Schülerin beispielsweise im Fach Mathematik die Note 3, so könnte das bedeuten, dass ihre Leistungen in den Bereichen Bruchrechnung, Geometrie, Darstellen und Argumentieren mittelmäßig sind. Es könnte aber auch bedeuten, dass die Schülerin herausragend mathematisch argumentieren kann, jedoch nicht in der Lage ist, zwei einfachste Brüche zu addieren.“

mgb

• Mehr dazu in der Donnerstagsausgabe der PAZ.

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