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3000 Euro Geldstrafe: Schneidezähne nach Faustschlag abgebrochen

Lengede 3000 Euro Geldstrafe: Schneidezähne nach Faustschlag abgebrochen

Peine/Lengede. Wegen vorsätzlicher Körperverletzung hat das Amtsgericht Peine gestern einen 36-jährigen Salzgitteraner zu einer Geldstrafe von 50 Tagessätzen á 60 Euro verurteilt. Außerdem muss er mit einem Zivilprozess rechnen. Er hatte einem 21-Jährigen im Lengeder Lokal Liberty mit der Faust ins Gesicht geschlagen, dadurch brachen ein oberer und ein unterer Schneidezahn ab.

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Amtsgericht Peine: Hier wurde gestern ein 36-Jähriger wegen vorsätzlicher Körperverletzung verurteilt.

Quelle: A

Alles spielte sich im vergangenen Februar ab. Die Beteiligten waren jeweils mit einer Gruppe Freunden und Bekannter in dem Lokal. Gegen 1.45 Uhr hat einer aus der Gruppe mit dem späteren Opfer aus Spaß einigen Freunden leichte Ohrfeigen verpasst und dann auch dem Angeklagten, der nicht zur Gruppe gehörte. Daraufhin streckte dieser ihn mit einem Faustschlag zu Boden. „Ich war erschrocken und habe reflexartig mit der Faust zugeschlagen“, sagte der Angeklagte. Dies wurde durch Zeugenaussagen gestützt. Daher konnten Richterin und Staatsanwältin dies noch als Notwehr gelten lassen, auch wenn das Verhalten nicht richtig gewesen sei.

Dann soll ein weiterer junger Mann aus der Gruppe schreiend und mit erhobenen Händen auf ihn zugelaufen sein. Er habe sich bedroht gefühlt und auch diesen mit einem Faustschlag niedergestreckt, wodurch die Schneidezähne abbrachen.

Hier sah die Richterin allerdings den Tatbestand der vorsätzlichen Körperverletzung als erwiesen. Mehrere Zeugen konnten glaubhaft bestätigen, dass der 21-Jährige nur dem am Boden Liegenden wieder auf die Beine helfen wollte. Er sei nicht direkt auf den Angeklagten zugelaufen und dieser habe ihn von der Seite ins Gesicht geschlagen. Diese Version bestätigt auch die Art der Verletzung, weil nur die Schneidezähne auf einer Seite abgebrochen waren. Ein weiterer Zeuge sagte zwar aus, dass spätere Opfer sei aggressiv auf den Angeklagten zugegangen. Aber von Schreien oder erhobenen Händen war in seiner Aussage nichts zu hören.

„Sie haben hier überreagiert und grundlos geschlagen“, sagte die Richterin. Beim Strafmaß berücksichtigte sie aber die besondere, aufgeheizte Situation. Der Angeklagte blieb bei seiner Darstellung, dass er sich bedroht gefühlt habe, nahm aber das Urteil an.

jti

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