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21-Jähriger soll sein Elternhaus angezündet haben

Intensivtäter aus Lengede 21-Jähriger soll sein Elternhaus angezündet haben

Mehr als eine Stunde dauerte die Verlesung der Anklage: Gestern stand ein 21-Jähriger vor dem Landgericht Hildesheim, dem 29 Vergehen von Betrug über Diebstahl und Körperverletzung bis hin zu räuberischer Erpressung vorgeworfen werden.

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Rechtsanwalt Dr. Nicolas Frühsorger (Mitte) warf den Behörden Versäumnisse vor.

Quelle: Thorsten Pifan

Hildesheim/Lengede. In Haft ist der Angeklagte jedoch wegen Brandstiftung: Im März soll er sein Elternhaus in Lengede angezündet haben.

Die Brandstiftung ist - genau wie weitere schwere Betrugsvorwürfe - noch nicht Teil der Anklage. Verteidiger Dr. Nicolas Frühsorger drängte allerdings darauf, die Verfahren zu verbinden, um es dem Angeklagten zu ermöglichen, reinen Tisch mit seinem bisherigen Leben zu machen. Der 21-Jährige ist inzwischen verheiratet und wird in rund fünf Wochen Vater.

Sowohl die Staatsanwältin als auch die vorsitzende Richterin signalisierten, die Möglichkeit einer Verbindung wohlwollend zu prüfen, weil sie dies für sinnvoll hielten. Zuvor hatte Dr. Frühsorger Kritik an den Behörden geübt: Der heute 21-Jährige hätte aufgrund seiner Laufbahn als Intensivtäter einmal einen Warnschuss benötigt, um eine Zäsur in sein bisheriges Leben zu setzen. Allerdings hätten die Behörden bei dem Angeklagten nicht eine Möglichkeit ausgeschöpft. Immerhin sei sein Mandant aufgrund der Umstände und seines Umfeldes ein „Risikotäter“. „Mein Sohn hätte einfach mal vier Wochen in Jugendarrest gehört, stattdessen haben ihn die Behörden drei Jahre lang gewähren lassen und er dachte, ihm könne nichts passieren“, sagte der Vater gestern am Rande des Prozesses.

Vier der Fälle trugen sich in Lengede zu. In zwei Fällen soll der Angeklagte Zapfanlagen für verschiedene Rocker-Clubs bei Getränke-Märkten angemietet, später aber verkauft haben, was er einräumte. In einem anderen Fall soll er eine Zeugin, die bei einer Durchsuchung im Haus seiner Eltern dabei war, mit einer fast vollen Flasche beworfen haben, was er bestritt. Zudem wird ihm vorgeworfen, Polizisten angegriffen, verletzt und beleidigt zu haben. Die Beamten hatten die Mutter des Angeklagten festgehalten. Der Vorfall ereignete sich vor einem Restaurant, zu dem die Polizei wegen eines Raubüberfalls gerufen worden war, mit dem die Familie allerdings in keiner Verbindung steht. Der 21-Jährige räumte die Tat ein. Das Verfahren wird fortgesetzt.

Von Thorsten Pifan

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