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Zwischen Bären und Eskimos

Lahstedt Zwischen Bären und Eskimos

Gadenstedt. Von einer außergewöhnlichen Vater-Sohn-Tour sind der Gadenstedter Dr. Peter Schmidt und sein 18-jähriger Sohn Raphael zurück. Sie hatten eine dreiwöchige Reise gemacht, um die amerikanische Arktis und die majestätischen Gletscherwelten im Süden Alaskas und des Yukon zu erleben.

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Dr. Peter Schmidt mit seinem Sohn Raphael am Ende der Dalton-Highway in Prudhoe Bay.

Quelle: oh

Sie sahen dabei grandiose Eislandschaften, hatten Begegnungen mit Bären und einsamen Wölfen, die ums Auto schlichen, unzähligen Elchen, die die Straße kreuzten, Karibus, Polarfüchsen und sehr, sehr vielen Mücken in Polarkreisnähe.

Der Gadenstedter kennt sich inzwischen etwas aus in der Welt: Seit letztem Jahr hat Schmidt bereits alle 50 Bundesstaaten der USA mindestens einmal besucht. In Alaska befuhr er nun mit seinem Sohn die Dalton-, Dempster, den Denali-Highway, die gesamte Alaska Route 1, den Klondike-Highway, den Top-of-the-World-Highway und den Glenn-Highway, der am Matanuska-Gletscher vorbeiführt. Auch ein mehrstündiger Flug über das spektakuläre Kluane Eisfeld in Kanada fehlte nicht.

„Der Dalton-Highway in Alaska und der Dempster-Highway im Yukon/Kanada sind die beiden nördlichsten Straßen Amerikas und die beiden einzigen in Amerika, die über den Polarkreis gehen“, erzählt der Gadenstedter von der faszinierenden Reise. Dabei war der Dalton-Highway lange Zeit für die Öffentlichkeit gesperrt. Er beginnt nördlich von Fairbanks/Alaska und endet in Prudhoe Bay an der eisigen Nordküste Alaskas. „Die letzten 8 Meilen ab Deadhorse führen durch die riesigen, flächendeckenden Gebäude, Pipelines und Ölförderanlagen und dürfen nur mit vorher eingeholter Erlaubnis per Shuttle befahren werden“, so Schmidt.

Die Strecke beträgt nahezu 800 Kilometer - also vergleichsweise von Peine bis nach Österreich. Und davon über 666 Kilometer ohne Ortschaften durch endlose Taiga, Waldtundra und schließlich baumlose, arktische Tundra. „Schon ein kleiner Unfall könnte erhebliche Folgen haben, denn der nächste Arzt wäre im ungünstigsten Fall 400 Kilometer weit weg“, beschreibt der Gadenstedter das Abenteuer. „Und unterwegs gibt es nur genau eine Tankstelle“, fügt er mit einem Schmunzeln hinzu. „Wer da nicht auftankt, wird definitiv liegen bleiben!“ Der Reiz dieser Reise für Schmidt: „384 Kilometer muss man ohne Versorgungsmöglichkeit irgendeiner Art schaffen - ohne Telefon, Handy, ohne Internet, ohne Kontakt zur Außenwelt - das ist bis heute so.“

Der Dempster-Highway wiederum beginnt bei Dawson City, das vor über hundert Jahren durch den Klondike-Goldrausch weltbekannt wurde. „Noch heute sieht man, wo damals gebuddelt wurde“, erzählt Schmidt. Er endet nach 736 Kilometern in der Eskimo-Stadt Inuvik in den kanadischen Northwest Territories, auch hier gibt es viele hundert Kilometer keine Tanke!“

Die Fahrbahnen sind bis heute weitestgehend Schotterpisten, betont der Lahstedter, „denn sie führen über Permafrostboden durch die endlose Taiga, Waldtundra und arktische Tundra: Da hält auf Dauer kein Asphalt“.

Was die beiden Gadenstedter sonst so erlebten, mit welchen „Waffen“ man sich gegen wilde Tiere zur Wehr setzt - ganz oben auf der Liste standen hier die vielen, vielen Mücken - und warum man am Polarkreis bei 30 Grad im Schatten schwitzt, lesen Sie im zweiten Teil des Reiseberichts über Nordamerika.

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